Ein Nistkasten am Vierhöfeweg. -Foto: Gelsendienste

Auch das noch: Er ist wieder da…

Ein „alter Bekannter” aus dem vergangenen Sommer macht der Stadt auch in diesem Jahr wieder zu schaffen.

In diesem Jahr ist natürlich das Corona-Virus das alles beherrschende Thema – doch auch ein Tier, das im vergangenen Sommer für viel Ärger gesorgt hat, beschäftigt allmählich wieder die Stadt Gelsenkirchen.

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Der Eichenprozessionsspinner (EPS) hatte sich in den vergangenen Jahren immer weiter in unserer Region ausgebreitet. Insbesondere in den letzten beiden Jahren war auch Gelsenkirchen von einem starken Befall mit den auf Eichen siedelnden Raupen betroffen.

Dieses Gift kann schwere allergische Reaktionen auslösen

Ein Kontakt mit den Raupen bzw. den von diesen angelegten gespinstartigen Nestern birgt für Menschen und Tiere gesundheitliche Risiken. Hierfür verantwortlich sind die sogenannten „Brennhaare“ der Raupen. Bei Berührung wird ein Eiweißgift namens Thaumetopoein freigesetzt, das schwere allergische Reaktionen auslösen kann.

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Um den EPS-Befall einzudämmen und somit Gesundheitsrisiken vorzubeugen, erprobt Gelsendienste in diesem Jahr zwei neue Maßnahmen. Im Umfeld von in den Vorjahren befallenen Eichen wurden im Frühjahr insgesamt 200 Nistkästen aufgehangen, unter anderem an der Oststraße und dem Nordring. Ziel ist es, durch das Angebot von zusätzlichen Nistmöglichkeiten insbesondere die Population von Meisen als natürlichem Fressfeind des EPS zu stärken.

So kämpft die Stadt gegen die Raupen

Als weitere Maßnahme wurden an 200 Eichen spezielle EPS-Fallen angebracht. Diese stellen für die am Baumstamm entlang wandernden Raupen eine Barriere dar, durch welche sie in einen Auffangbehälter umgeleitet werden. Aus diesem Beutel können die Raupen nicht mehr entweichen und im Anschluss einfach abgesammelt werden.

Trotz der von Gelsendienste und anderen öffentlichen wie privaten Institutionen vorbeugend durchgeführten Maßnahmen, muss auch in diesem Jahr wieder mit einem starken EPS-Befall gerechnet werden. Die warme und trockene Witterung in den vergangenen Wochen hat für die Entwicklung der wärmeliebenden Raupe ideale Bedingungen geboten. So ist auch in den vergangenen Tagen an mehreren Stellen im Norden von Gelsenkirchen bereits ein erneuter EPS-Befall festgestellt worden, unter anderem an Eichen am Vierhöfeweg.

Das können Bürgerinnen und Bürger tun

Die Raupen und Nester werden wie in den Vorjahren im Auftrag der Stadt Gelsenkirchen bzw. von Gelsendienste von spezialisierten Dienstleistern durch Absaugen entfernt. Die Durchführung der Einsätze erfolgt gemäß einer Einteilung nach Prioritäten. Kriterien bei der Gefährdungsabschätzung sind unter anderem die räumliche Nähe zu besonders sensiblen Bereichen wie Kinderspielplätzen, Kitas oder Schulen, die Höhe, in welcher sich das Nest am Baum befindet sowie die Nutzungsfrequenz an der jeweils betroffenen Örtlichkeit.

Die Stadt bittet darum, für Hinweise auf EPS-Befall an Bäumen auf öffentlichen Flächen möglichst den städtischen Mängelmelder zu nutzen. Hierzu wurde bei „GE-meldet“ eigens die Kategorie „Eichenprozessionsspinner“ eingerichtet.

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