Ausstellungen und Gedenkzug erinnern an Deportationen

Ein Blick in die Ausstellung Riga. Foto: Stadt Gelsenkirchen

Mit zwei Ausstellungen im Wissenschaftspark erinnern das Riga-Komitee und Fans des FC Schalke 04 an die Deportation von jüdischen Bürgern nach Riga.

Die Ausstellung „Riga: Deportationen – Tatorte – Erinnerungskultur“ kann ab dem 30. März im Wissenschaftspark besucht werden. Am 8. April kommt die Ausstellung „Die Deportation von Gelsenkirchen nach Riga am 27. Januar 1942“ hinzu. Beide Ausstellungen laufen bis einschließlich 22. April.

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Unter dem Titel „Riga: Deportationen – Tatorte – Erinnerungskultur“ präsentiert das Riga-Komitee eine Wanderausstellung, die aus Anlass des 80. Jahrestags der Deportation und Ermordung der Juden in Riga erstellt wurde.
Die Deportationen aus Deutschland nach Riga begannen im Dezember 1941. Auch aus Gelsenkirchen wurden Menschen deportiert.

Zehntausende Menschen vergraben

Die Ausstellung des Riga-Komitees widmet sich den Ereignissen jener Monate, bei denen mehr als 25.000 Männer, Frauen und Kinder aus mehreren Städten des Reichs in das Ghetto Riga verschleppt wurden. Viele von ihnen wurden getötet, zu Zehntausenden wurden sie namenlos in den Wäldern von Rumbula und Bikernieki vergraben.

Die Geschehnisse in Gelsenkirchen verdeutlicht die Ausstellung „Die Deportation von Gelsenkirchen nach Riga am 27. Januar 1942“ der Arbeitsgruppe „Erinnerungsort Wildenbruchplatz“. Die Arbeitsgruppe hat sich intensiv mit den Ereignissen auf dem Wildenbruchplatz und der Deportation in das Ghetto Riga befasst. Unterstützt wurde sie vom Institut für Stadtgeschichte, dem Schalker Fanprojekt und dem FC Schalke 04 sowie der jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen.

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Schweigemarsch zum Wildenbruchplatz

Die Arbeitsgruppe erarbeitete auch die Erinnerungsorte-Tafel am Wildenbruchplatz, die in diesem Jahr am 27. Januar enthüllt wurde.
Erinnerungsorte-Tafel und Ausstellung erinnern an die Deportation von Gelsenkirchen in das Ghetto Riga am 27. Januar 1942.

Aus Anlass des 80. Jahrestages der Deportationen laden der FC Schalke 04 und das Schalker Fanprojekt in Zusammenarbeit mit dem Institut für Stadtgeschichte für den 31. März ab 15.30 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung ein. Nach einem Gedenken an die ermordeten Juden Europas am Güterbahnhof Gelsenkirchen, Wickingstraße 25b, schließt sich ein Schweigemarsch zum Wildenbruchplatz an. Dort findet die abschließende Gedenkveranstaltung statt.

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