Seine drei Tore reichten nicht: Schalke verliert gegen Rostock mit 3:4, obwohl Simon Terodde drei Mal traf. Foto: Rabas (Archiv)

Drei Terodde-Tore reichen nicht: Schalke verliert gegen Hansa Rostock 3:4

Schalke verliert 3:4 gegen Hansa Rostock – ein schwerer Rückschlag im Aufstiegskampf.

„GEmeinsam für Frieden“ als dominanter Schriftzug, darüber das Logo von „Vivawest“ – mit diesem Sondertrikot liefen Schalkes Fußballer gegen Hansa Rostock auf. Am Vormittag hatten die Königsblauen und das Wohnungsbauunternehmen ihre Partnerschaft auch offiziell bekannt gegeben. Vivawest ist auf den Schalke-Trikots Nachfolger von Gazprom. „Es beginnt eine neue Zeitrechnung“, jubilierte Schalkes Vorstandschef Dr. Bernd Schröder.

Ouwejan fehlte​Zum Jubilieren war Schalkes Trainer Dimitrios Grammozis am „Jahrestag“ seines ersten Pflichtspiels mit Schalke (damals 0:0 gegen Mainz) nicht zumute: Er musste wie befürchtet auf den angeschlagenen Thomas Ouwejan verpflichten, der damit erstmals in einem Meisterschaftsspiel in dieser Saison nicht zur Schalker Startelf gehörte.

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Kerim Calhanoglu, der in dieser Saison bislang kaum eine Rolle spielte, bekam auf der linken Außenbahn für Ouwejan seine Chance, außerdem standen Rodrigo Zalazar und Henning Matriciani in der Startelf, aus der Blendi Idrizi und Yaroslav Mikhailov weichen mussten.

Rostock konterte stark

​Schalke gab den Ton an, aber Hansa machte das erste Tor: Nach einer Ecke von Rodrigo Zalazar konterte Rostock wie aus dem Lehrbuch – für Schalke ging alles viel zu schnell, bis Svante Ingelsson zur 1:0-Führung für die Gäste abgeschlossen hatte.

Das war in der 24. Minute, Schalkes Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Flanke Calhanoglu, Kopfballverlängerung Marius Bülter, Kopfball Simon Terodde – Tor (33.). Es war, als wäre Ouwejan gar nicht weggewesen. Doch die Freude über das 1:1 währte nicht lange.

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Calhanoglu als Vorbereiter

Denn erneut ließ Schalkes Abwehr düpieren, als John Verhoek nach einem feinen Zuspiel den Schalkern Salif Sané und Marcin Kaminski davonlief – auch Verhoeks Abschluss landete im Tor, S04-Keeper Martin Fraisl war außer sich. Rostock führte 2:1 – aber auch diese Führung hatte nicht lange Bestand.

Denn in der 43. Minute, also nur zwei Minuten später, griff Schalke zur bewährten Rezeptur: Flanke Calhanoglu, Kopfball Terodde – 2:2. Es war bereits der 18. Saisontreffer des Torjägers.

Der hatte vor dem Spiel gefordert, Schalke müsse seine Heimspiel gewinnen, um so die Aufstiegshoffnungen weiter aufrecht zu erhalten – die bekamen nach dem Seitenwechsel (Schalke jetzt mit Malick Thiaw für den verletzten Salif Sané) aber erneut einen Dämpfer: Nach einem weiten Einwurf kam Pascal Breier völlig frei zum Schuss, Calhanoglu fälschte den Ball noch ab – 3:2 für Rostock (56.).

Schock in der Nachspielzeit

Schalke schien sich nun mit seinen Angriffsbemühungen die Zähne an der Hansa-Abwehr auszubeißen, bis dann wieder – na klar – Simon Terodde traf. Wieder per Kopf, wieder nach einer Flanke von links, diesmal von Marcin Kaminski. 3:3, 83. Minute. Ging da noch was?

Nein. Im Gegenteil: Schalke stürmte wütend, aber Rostock traf noch einmal in der Nachspielzeit durch Nils Gustav Fröling. Schalke verliert 3:4 vor 28.790 Zuschauern (zugelassen wären 41.055 gewesen) – ein totaler Rückschlag im Kampf um den Aufstieg.

Norbert Neubaum

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