Der Rotary Club Gelsenkirchen hat ein Stadtmodell in Bronze anfertigen lassen. Auf rund 2,70 mal 1,60 Metern lässt sich darauf Gelsenkirchen erkunden.
Oberbürgermeisterin Karin Welge freut sich über das Stadtmodell von Künstler Felix Brörken, das heute vom Rotary-Club übergeben wurde. Foto: Stadt Gelsenkirchen/Gerd Kaemper

Gelsenkirchen auf 2,70 mal 1,60 Metern erkunden

Der Rotary Club Gelsenkirchen hat ein Stadtmodell in Bronze anfertigen lassen. Auf rund 2,70 mal 1,60 Metern lässt sich darauf Gelsenkirchen erkunden.

Eine Stadt wie Gelsenkirchen im Maßstab 1:6000 detailgetreu darzustellen, stellt eine Herausforderung dar. Der Rotary Club Gelsenkirchen hat dieses Vorhaben gewagt – und den Bildhauer Felix Brörken aus Welver in Westfalen damit beauftragt, ein maßstabgetreues Bronzemodell des Stadtgebietes zu erschaffen. Das fertige Modell übergaben Clubmitglieder am Montag an Oberbürgermeisterin Karin Welge – und widmeten es den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt.

Modell zeigt Landmarken von gestern und heute

„Ich danke dem Rotary Club Gelsenkirchen für die Idee und Umsetzung, mit diesem maßstabgetreuen Stadtmodell in Bronze einen Ort der Begegnung mit unserer ganzen Stadt zu schaffen“, erklärte Welge bei der Übergabe. „Das Modell zeigt Landmarken von gestern und heute – Fördertürme wie auch unsere Arena. Ich bin gespannt, welche wir in den nächsten Jahren noch hinzufügen können. Alle Bürgerinnen und Bürger können hier – auch blindengerecht – auf die Suche nach den markanten Orten unserer Stadt gehen. Ich bin sicher, dass Viele das Modell für sich, Freunde und Gäste entdecken werden.“

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Das Modell, das nun dauerhaft auf dem Heinrich-König-Platz steht, ist rund 2,70 Meter mal 1,60 Meter groß. Herausragende Gebäude und Objekte wie das Musiktheater, das Hans-Sachs-Haus und die Veltins Arena sind in einem größeren Maßstab dargestellt und entsprechend hervorgehoben. Die ehemaligen Zechen-Standorte werden durch Fördertürme kenntlich gemacht – auch wenn diese zum großen Teil nicht mehr existieren – um an die Bergbaugeschichte der Stadt zu erinnern.

Blinde Menschen können Gebäude ertasten

Das Modell ermöglicht es blinden Menschen, die Straßen, Gebäude und Fördertürme zu ertasten. Menschen ohne Sehbehinderung können sich Gelsenkirchen aus der Vogelperspektive anschauen und sich so einen Überblick von der Stadt verschaffen. Besondere Gebäude und Objekte sowie die einzelnen Stadtteile sind sowohl in lateinischer als auch in Brailleschrift beschriftet. Da das Stadtmodell fast annähernd genordert aufgestellt werden kann, bietet es den Besucherinnen und Besuchern zudem eine gute Orientierungshilfe.

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Künstler Felix Brörken hat sich darauf spezialisiert, Blindentast-Modellen zu erschaffen. Gemeinsam mit seinem Vater hat er bereits mehr als einhundert Bronzenachbildungen von Städten weltweit angefertigt. Um ein maßstabgetreues Stadtmodels zu fertigen, benötigt der Künstler mehrere Monate. Mithilfe von Fotografien, Kataster- und Höhenlinien-Plänen werden Gebäude, Häuser und Objekte maßstabgetreu abgebildet und in einen Hartschaum geschnitzt. Nach dem Bau eines Kunststoffentwurfs des Stadtmodells entsteht anschließend das bronzene Relief.

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