Modellprojekt aus Gelsenkirchen: Kommunen fordern dauerhafte Absicherung

Für ein Modellprojekt aus Gelsenkirchen fordern mehr als 20 Kommunen eine dauerhafte Absicherung von der Landesregierung NRW. Um dieses Projekt geht es.
Für ein Modellprojekt aus Gelsenkirchen fordern mehr als 20 Kommunen eine dauerhafte Absicherung von der Landesregierung NRW. Um dieses Projekt geht es.
In Düsseldorf haben die Stadtspitzen den offenen Brief übergeben. Foto: Martin Magunia/Wübben Stiftung

 

Die Stadt Gelsenkirchen hat sich einem Offenen Brief von mehr als 20 weiteren kommunalen Spitzen aus NRW angeschlossen. Die Städte fordern darin die Verstetigung von Familiengrundschulzentren in NRW. Die Initiativ-Kommunen haben sich heute zu einer Entwicklungskonferenz in Düsseldorf getroffen und überreichten dort symbolisch den offenen Brief an die zukünftige Landesregierung. Darin fordern die Städte die dauerhafte finanzielle Absicherung sowie die Begleitung der Schulen und Kommunen durch das Land beim Aufbau und Betrieb der Zentren.

Gelsenkirchen hat 2014 als landesweit erste Kommune eine Grundschule zu einem Familienzentrum entwickelt. Es knüpft an die Idee der Familienzentren in Kitas an. Acht Jahre später haben sich bereits mehr als 50 Kommunen auf den Weg gemacht und über 130 Grundschulen in Nordrhein-Westfalen haben sich zu Familiengrundschulzentren entwickelt. „Familiengrundschulzentren, die einst als Projekt in Gelsenkirchen ins Leben gerufen wurden, stehen für Erziehung und Bildung von Anfang an. Deshalb freuen wir uns sehr, dass Familiengrundschulzentren heute in vielen Kommunen in NRW zuhause sind“, so Oberbürgermeisterin Karin Welge. „Umso wichtiger ist nun die Verstetigung dieser Aufgabe und das klare Bekenntnis einer künftigen Landesregierung zur ausreichenden finanziellen Unterstützung der Zentren.“

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Bildungschancen von Kindern verbessern

Als Familiengrundschulzentrum entwickelt sich eine Grundschule zum Ort der Begegnung, Beratung und Bildung für Kinder und Familien. Die Schulen öffnen sich für die Eltern und den Stadtteil, bauen Erziehungs- und Bildungspartnerschaften aus. So verbessern Familiengrundschulzentren die Bildungschancen von vielen Kindern und tragen zu mehr Bildungsgerechtigkeit bei. Sie schließen an das erfolgreiche Konzept der Familienzentren an Kitas an und schließen damit die Lücke in der Präventionskette, die nach dem Kita-Besuch mit Schuleintritt noch besteht. Nachdem in Gelsenkirchen 2014 das erste Familiengrundschulzentrum entstanden war, kamen hier über die Jahre mit Unterstützung der Wübben-Stiftung und Förderung durch das NRW-Ministerium für Schule und Bildung weitere Grundschulen dazu. Inzwischen haben sich in Gelsenkirchen zehn Grundschulen zu Familiengrundschulzentren entwickelt.

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