Knäbel befürchtet Strafe für Schalke nach Randale in Rostock

Nach den Ausschreitungen einiger Schalker Fans in Rostock und einer langen Spielunterbrechung droht den Königsblauen nun eine satte Strafe.

Peter Knäbel geht von einer Strafe für Schalke nach den Ausschreitungen in Rostock aus. Foto: Rabas

In einem Statement hat der Verein deutlich Stellung bezogen.  „Die offensichtlichen Ausschreitungen im Stadion sind für den Verein nicht zu akzeptieren und werden, sollte eine klare und eindeutige Identifizierung durch die Behörden erfolgen, Konsequenzen für diese Personen nachsichziehen“, so der Klub. Die große Mehrheit der mitgereisten Fans habe sich vollkommen friedlich verhalten und besonnen reagiert.

Rund um die 39. Minute hatte es beim Schalker 2:o-Sieg auf den Rängen des Ostseestadions zwischen dem Gästeblock und dem Stehplatzbereich der Hansa-Anhänger Auseinandersetzungen gegeben, Böller wurden gezündet, eine Plexiglasscheibe ging zu Bruch. „Einige Fans konnten so in den Pufferblock zur Südtribüne gelangen“, schrieb die Polizei Rostock: „Polizeikräfte mussten zwischen dem Heim- und Gästefanbereich eingesetzt werden.“

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Lange Spielunterbrechung

Schiedsrichter Nicolas Winter unterbrach die Partie zunächst und schickte im Anschluss beide Mannschaften für rund 25 Minuten in die Kabinen bis sichergestellt war, dass eine Fortsetzung unter Sicherheitsaspekten vertretbar war.

Für eine Aufarbeitung stehe der Verein im Austausch mit dem gastgebenden Verein und den Behörden heißt es. Von einer abschließenden Einordnung sieht der Verein derzeit noch ab, da bisher nicht ausreichend Erkenntnisse zur Verfügung stehen würden. Sportvorstand Peter Knäbel geht jedoch davon aus, dass Schalke mit einer Strafe rechnen muss.

Rückreise mit Fans im Mannschaftsbus

Zudem erklärte Schalke 04, wie es dazu kam, dass Fans im Teambus die Heimreise nach Gelsenkirchen angetreten haben. Aufgrund eines Defektes sei ein Fan-Bus nicht mehr fahrtüchtig gewesen. Deshalb sei der Mannschaftsbus vom Flughafen Rostock zurückgekehrt, nachdem die Mannschaft dort ausgestiegen sei.

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Durch den kaputten Bus habe ein „realistisches Szenario“ bestanden, „dass Fans in Rostock hätten bleiben müssen. Deshalb wurden diese Fans im Mannschaftsbus, der sonst leer zurückgefahren wäre, nach Gelsenkirchen transportiert. Diese Maßnahme wurde zwischen Verein und Fans vereinbart, nachdem es auch eine Rücksprache mit der Polizei vor Ort gegeben hatte.“

Frank Leszinski