Konnte Bueraner Camper des Jahres werden?

Thomas Müller aus Buer war am Sonntag in Düsseldorf angetreten, um Camper des Jahres zu werden. Das Ergebnis fiel denkbar knapp aus.
Passt genau: „Bei den Fahrprüfungen haben wir uns sehr gut geschlagen“, resümiert Thomas Müller am Tag nach dem Finale zu Camper des Jahres.

Passt genau: „Bei den Fahrprüfungen haben wir uns sehr gut geschlagen“, resümiert Thomas Müller am Tag nach dem Finale zu Camper des Jahres. Foto: Thomas Banneyer/ ADAC

Seit rund drei Jahren machen Thomas Müller und seine Frau Michaela ihre Urlaube mit Wohnmobil. Zufällig stieß der Bueraner auf den Wettbewerb Camper des Jahres, den der Automobilclub ADAC ausrichtet. „Bei Facebook habe ich einen Aufruf des ADAC gesehen, in dem dieser zu einem Fahrsicherheitstraining eingeladen hatte“, berichtet Müller im Gespräch mit Hallo Buer. Morgens trainierten die Teilnehmer, ihr Wohnmobil sicher durch Gefahrenlagen zu steuern. Am Nachmittag stand der Wettbewerb auf dem Programm, bei dem die Camper ihre Fahrkünste unter Beweis stellen mussten. Müller konnte sich gegen seine elf Kontrahenten durchsetzen, gewann den NRW-Vorentscheid und qualifizierte sich damit für das bundesweite Finale.

Am Sonntag musste Müller nun auf der Messe „Caravan Salon“ in Düsseldorf gegen sechs weitere Camper aus verschiedenen Bundesländern antreten. Zum Auftakt der Endrunde sollten die Finalisten zwei Stangen so eng aufstellen lassen, dass ihr Wohnmobil mit möglichst wenig Abstand hindurchpasst. Bei der zweiten Prüfung mussten die Camper mit dem Vorderrad exakt auf einem Klebezettel zum Stehen kommen. Und in der dritten Fahrdisziplin rangierten die Teilnehmer rückwärts auf einen imaginären Stellplatz. „Ich glaube, bei den Fahrprüfungen haben wir uns sehr gut geschlagen“, resümiert Thomas Müller am Tag nach dem Finale. „Zum Beispiel haben wir die Stangen so aufstellen lassen, dass unser Camper dort genau durchgepasst hat – andere sind bei der Prüfung an den Stangen hängengeblieben.“

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Endergebnis nach sechs Prüfungen fällt denkbar knapp aus

Doch auch Probleme, mit denen Camper bei der Urlaubsvorbereitung und auf dem Campingplatz konfrontiert werden können, standen im Finale auf dem Programm: So mussten die Finalisten auf Zeit Campingzubehör platzsparend in einer Kiste verstauen sowie Wurfzelte auf- und abbauen. Und bei einer Quizrunde testete der ADAC das Camping-Fachwissen der Teilnehmer. „Unter anderem galt es zu schätzen, wie viele Quadratmeter ein Pool auf dem größten Campingplatz Europas hat“, erzählt der Bueraner. „Diese Runde ist für uns nicht so gut gelaufen – am Ende fehlte das Quäntchen Glück, das es gebraucht hätte.“

Nach sechs Prüfungen fällt das Endergebnis denkbar knapp aus: Mit 32 Punkten landeten Thomas und Michaela Müller aus Buer auf dem zweiten Platz und holten sich den Vize-Titel. Camper des Jahres wurde mit nur einem Punkt Vorsprung René Wittwer mit seiner Partnerin Brita Carlsen aus Niedersachsen. „Wir sind sehr, sehr glücklich“, erklärt Thomas Müller. „Es war ein toller und aufregender Tag.“ Für seinen zweiten Platz hat er einen Gutschein für Camping-Zubehör im Wert von 2.000 Euro erhalten. Dass er im kommenden Jahr erneut versucht, Camper des Jahres zu werden, will er nicht ausschließen. „Uns wurde zumindest nicht gesagt, dass wir nicht mehr antreten könnten – da lasse ich mir alle Optionen offen.“

André Przybyl
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