Grundsteinlegung Medicos

Legten den Grundstein für das neue medicos-Gebäude: OB Frank Baranowski, Bernd Hartmann (Vollack GmbH) und medicos-Geschäftsführer Nicolaus Philipp Hüssen (v.l.). -Foto: Heselmann

Medicos erweitert: So viele Arbeitsplätze entstehen

Das medicosAufSchalke bekommt ein neues Gebäude. Am Freitag wurde der Grundstein gelegt.

Es ist Tradition, dass bei einer Grundsteinlegung dem Grundstein selbst eine „Zeitkapsel“ beigefügt wird, die Dinge und Gegenstände enthält werden, die etwas über die Zeit aussagen, in der die Zeremonie stattfand. Wenn irgendwann in ferner Zukunft einmal die Zeitkapsel des neuen Gebäudekomplexes des „medicos.AufSchalke“ geöffnet wird, dürfte man sich wundern: Neben Bauplänen, Tageszeitungen und Münzen enthält die Kapsel auch Desinfektionsmittel und einen Mund-Nasen-Schutz. „Aha – Corona-Pandemie“, werden die Historiker der Zukunft dann sofort sagen.

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Das medicos platzt derzeit aus allen Nähten: Zwar musste das Unternehmen wegen der Corona-Krise auch die Behandlungen und Kurse reduzieren, aber generell gebe es eine hohe Nachfrage nach Therapieplätzen, berichtet Geschäftsführer Nicolaus Philipp Hüssen. „Daher haben wir die Verwaltung bereits seit einiger Zeit in Container ausquartiert“, sagt er.

Das ist das Highlight des neuen Gebäudes

Ein Neubau sollte also her: Am Freitag wurde in Anwesenheit von Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski und Bernd Hartmann, Partner bei der Baugesellschaft Vollack GmbH, der Grundstein für das neue Gebäude gelegt.

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Der viergeschossige Neubau wird auf einer Bruttogeschossfläche von 4.750 Quadratmetern ein sportmedizinisches Institut, erweiterte Räumlichkeiten für die psychosomatische Rehabilitation, eine Fort- und Weiterbildungsakademie, Verwaltungsbereiche sowie vermietete Flächen für eine radiologische Praxis und eine orthopädische Privatpraxis unter einem Dach vereinen. Ein Highlight: die sechs Meter hohe Bewegungshalle mit einer 35 Meter langen Bahn für Test- und Kurzsprints.

So viele Patienten können pro Tag behandelt werden

„Durch die Erweiterung können wir pro Tag bis zu 2.000 Patienten aus dem In- und Ausland behandeln und festigen unsere Position als Europas größtes ambulantes Gesundheits- und Rehabilitationszentrum“, sagte Hüssen.

Für Konzeption, Planung und Realisierung des Neubaus zeichnet die Firma Vollack verantwortlich. „Wir haben einen klar gegliederten Gebäudekomplex mit einem U-förmigen Grundriss und besonderen Blickachsen entworfen, der die Architektur der Bestandsgebäude aufgreift“, erklärte Bernd Hartmann Bei der Planung sei besonders der Aspekt kurzer und patientenfreundlicher Wege von großer Bedeutung gewesen.

Ein „Leuchtturmprojekt der Gesundheitsversorgung in Deutschland”

Oberbürgermeister Frank Baranowski war sichtlich froh, sich einmal mit anderen Themen als der Corona-Krise beschäftigen zu können. „Schön, dass wir in diesen schwierigen Zeiten ein Stück Normalität zeigen“, so der OB. „Das ist ein gutes Zeichen.“

Die engen Verbindungen zum Sport und zur Bildung machten den Erfolg von  medicos.AufSchalke heute aus und ließen ihn zum Leuchtturmprojekt der Gesundheitsversorgung in Deutschland werden, so der OB weiter. „Durch ihre zentrale Lage, die räumliche Konzentration und den fortschrittlichen Breitbandausbau der Stadt werden Kooperationen der im Arena Park ansässigen Unternehmen begünstigt und machten den Standort auch für weitere Unternehmen und gut ausgebildete Fachkräfte interessant“, sagte Baranowski.

Froh dürfte Baranowski auch im Hinblick auf den Arbeitsmarkt sein: Durch den Neubau werden zwischen 40 und 50 neue Arbeitsplätze geschaffen, sagte Geschäftsführer Hüssen.

Matthias Heselmann

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