Mit der Waffe des Wortes: Vortrag über Kabarettistinnen

Das Institut für Stadtgeschichte lädt zu einem Vortrag zum Thema „Kabarettistinnen in der Weimarer Republik und im ‚Dritten Reich‘“  ein.
Mit der Waffe des Wortes: Vortrag über Kabarettistinnen

–Foto: Archiv

Das Institut für Stadtgeschichte lädt zu einem Vortrag zum Thema „Kabarettistinnen in der Weimarer Republik und im ‚Dritten Reich‘“  ein. Der Bonner Germanist Jürgen Nelles wird am Mittwoch, 24. April, in der Dokumentationsstätte „Gelsenkirchen im Nationalsozialismus“, Cranger Str. 323, über die zahlreichen Frauen sprechen, die in der Geschichte des Kabaretts auf den „Brettern, die die Welt bedeuten“ (sollen), gestanden, gesungen und getanzt haben.

Sabine Kittel, vom Institut für Stadtgeschichte, kündigt einen reich bebilderten Vortrag an, der vor allem an christliche und jüdische Kabarettistinnen erinnern, „die auch noch in den dunkelsten Jahren der deutschen Geschichte mit der Waffe des Wortes Widerstand gegen den Machtmissbrauch der Herrschenden geleistet haben.“

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In Kleinkunstkellern – wie in der „Katakombe“ oder in der Münchner „Pfeffermühle“ – haben Wortakrobatinnen mit Parodien, Satiren und Flüsterwitzen versucht, das „Dritte Reich“ zunächst zu verhindern, dann zu bekämpfen und schließlich wenigstens zu überleben.  Ohne christliche und jüdische Künstlerinnen wie Blandine Ebinger, Dorothea Gerson, Liesl Karlstadt, Erika Mann, Isa Vermehren, Claire Waldoff u.a. müsste die Kabarettgeschichte umgeschrieben werden.

Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.