Roitzheim setzt auf Ausbildung

Roitzheim Werkzeugmaschinen wurde jetzt von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen stellvertretend für alle Betriebe in der Stadt Gelsenkirchen öffentlich ausgezeichnet, die 2020 in die Ausbildung eingestiegen sind.
Roitzheim Werkzeugmaschinen wurde jetzt von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen stellvertretend für alle Betriebe in der Stadt Gelsenkirchen öffentlich ausgezeichnet, die 2020 in die Ausbildung eingestiegen sind.
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord-Westfalen verleiht dem Betrieb Roitzheim Werkzeugmaschinen die Erstausbilderurkunde. Seit diesem Jahr bildet der Betrieb eine Kauffrau im E-Commerce aus. Matthias Roitzheim, Inhaber von Roitzheim Werkzeugmaschinen, freut sich über die IHK-Urkunde „Anerkannter Ausbildungsbetrieb“. Ausbilderin Annette Rittmann (r.) bildet Hannah Savoulidis zur Kauffrau im E-Commerce aus. –Foto: Pöhnert/IHK.

 

Auch in der Corona-Pandemie wagen sich Betriebe erstmals an die Ausbildung eigener Fachkräfte – so wie Roitzheim Werkzeugmaschinen. Das Unternehmen in Gelsenkirchen stellte im vergangenen Jahr Hannah Savoulidis als seine erste Auszubildende ein. Sie lernt dort den Beruf Kauffrau im E-Commerce. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen zeichnete  Roitzheim Werkzeugmaschinen jetzt stellvertretend für alle Betriebe im  Stadtgebiet Gelsenkirchen öffentlich aus, die 2020 in die Ausbildung eingestiegen sind.

Urkunde per Post

Die Urkunde erreichte das Unternehmen per Post. Wegen der Pandemie konnte sie nicht, wie bei den Ehrungen vergangener Jahre von einem IHK-Repräsentanten persönlich übergeben werden. „Die Anerkennung ist deswegen nicht geringer“, sagte Carsten Taudt, IHK-Geschäftsbereichsleiter für Bildung und Fachkräftesicherung. Denn mit Ausbildung sicherten sich Unternehmen nicht nur Fachkräfte. „Sie stärken damit auch die Wirtschaftskraft der Region“, so Taudt.

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Im IHK-Bezirk Nord Westfalen, zu dem das Münsterland und die Emscher-Lippe-Region gehört, bildeten im vergangenen Jahr insgesamt 324 Betriebe erstmals aus. „Diese Unternehmen haben genau die richtige Entscheidung getroffen, denn der Fachkräftemangel wird selbst in der Krise größer“, so Taudt. Er weist damit auf eine aktuelle IHK-Umfrage und das bundesweite KfW-ifo-Fachkräftebarometer hin. In der März-Ausgabe des IHK-Magazins Wirtschaftsspiegel berichten acht Erstausbilder über ihre Motivation, diesen Schritt zu machen. Weiterhin zukunftsfähig zu bleiben, war auch die Motivation für Roitzheim, in die Ausbildung einzusteigen. Dass die Wahl auf den Beruf Kauffrau für E-Commerce liegt nahe. „Corona beschleunigt in vielen Branchen den digitalen Wandel, das Onlinegeschäft wird immer wichtiger“, erklärt Ausbilderin Annette Rittmann und ergänzt: „Die Zukunft liegt im E-Commerce.“

Matthias Roitzheim gründete das Unternehmen 2013

2013 gründete Matthias Roitzheim das Unternehmen, das mit sechs Beschäftigten gebrauchte CNC-Maschinen aufbereitet und mit moderner Technik ausrüstet. Außerdem kauft das Unternehmen gebrauchte Ersatzteile für die Steuerungs- und Automatisierungstechnik und setzt sie instand. Auch große Unternehmen bringen ihren alten Maschinenpark auf diese Weise wieder in Schuss. „Das ist nachhaltiger und günstiger als der Austausch durch neue Anlagen“, betont Annette Rittmann.

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Hannah Savoulidis hat die Aufgabe, Ersatzteile zu erfassen und dann in den eigenen Onlineshop sowie bei Ebay einzustellen. Darüber hinaus berät sie die Kunden per E-Mail und telefonisch. Das erfordert technisches Verständnis, weshalb die Auszubildende neben der Büroarbeit auch Einblicke in die Werkstatt bekommt. „Wir sind schon sehr speziell ausgerichtet“, sagt Ausbilderin Rittmann. Und weil Roitzheim eben „kein Allerweltsbetrieb“ sei, wurde ein Berufsstarter gesucht, der die Betriebsabläufe von Grund auf kennenlernt.

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