Die Seppelfricke-Hauptverwaltung an der Haldenstraße.

Seppelfricke schließt seinen Standort in Gelsenkirchen

Traditionsunternehmen will Produktion nach England verlegen

Das ist ein harter Schlag für den Wirtschaftsstandort Gelsenkirchen: Das Traditionsunternehmen Seppelfricke hat angekündigt, seinen Standort in Schalke bis Ende des Jahre zu schließen. Die Produktion soll nach Großbritannien verlegt werden.

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Das hatte die WAZ berichtet, sie bezieht sich auf ein Schreiben, das in dieser Woche an alle rund 80 Mitarbeiter des Gelsenkirchener Standorts verschickt wurde. Für die Beschäftigten sei mit dem Betriebsrat ein Sozialplan vereinbart worden.

Mit „großem Bedauern und einen gehörigem Maß an Enttäuschung“ habe Oberbürgermeister Frank Baranowski die Nachricht von der geplante Schließung und der Verlagerung der Produktion zur Kenntnis genommen, schreibt das Stadtoberhaupt in einer Mitteilung.

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Frank Baranowski: „Das ist sehr enttäuschend“

„Es ist schon bemerkenswert, wenn in diesen Zeiten eine solche Entscheidung den Beschäftigten präsentiert wird“, kritisiert Baranowski die Schließung. Mit der Stadt Gelsenkirchen hatte es noch Gespräche über den Standort und eine Weiterentwicklung gegeben. Frank Barnowski: „Die Wirtschaftsförderung hat dies immer konstruktiv begleitet. Die vom Unternehmen mehrfach angekündigten Unterlagen zur Überprüfung der Machbarkeit einer Standortentwicklung sind nie eingereicht worden. Stattdessen erfahren wir nun aus der Presse vom endgültigen Aus. Das ist sehr enttäuschend.“

Das Unternehmen beschäftigt am Standort Gelsenkirchen 80 Mitarbeiter in der Produktion und zehn Mitarbeiter im Service. Der Vertrieb mit 35 bis 40 Mitarbeitern soll weitergeführt werden.

Das Werksreal an der Haldenstraße hat eine Größe von 60.000 Quadratmetern. Hier wird sich die Wirtschaftsförderung um eine zügige Entwicklung des Geländes kümmern.

Matthias Heselmann
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