Spitzengespräch mit Ministerin

Nach der Bekanntgabe der Schließung von 15 Galeria Karstadt Kaufhof Filialen in Nordrhein-Westfalen trafen die Oberbürgermeister und Bürgermeister der betroffenen Kommunen Ministerin Ina Scharrenbach.
Die Filiale von Galeria-Kaufhof an der Bahnhofstraße in Gelsenkirchen wird geschlossen. Das gab der angeschlagene Konzern am Montag bekannt.

Die Filiale von Galeria-Kaufhof an der Bahnhofstraße in Gelsenkirchen soll im Juni dieses Jahres geschlossen werden. Foto: Photo 251540265 © Claudiodivizia | Dreamstime.com

Nach der Bekanntgabe der Schließung von 15 Galeria Karstadt Kaufhof Filialen trafen die Oberbürgermeister und Bürgermeister der betroffenen Kommunen Ministerin Ina Scharrenbach. Bei dem Austausch ging es nach Auskunft eines Sprechers der Ministerin, um die aktuelle Situation rund um die angekündigten Schließungen und den Stand der Gespräche mit den jeweiligen Eigentümern der Immobilien. An dem Austausch nahmen auch Miguel Müllenbach, CEO der Galeria Karstadt Kaufhof, und Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Achten, Handelsverband Nordrhein-Westfalen, teil.

Die Ministerin sicherte den anwesenden Stadtoberhäuptern Hilfe zu:  „Wir kämpfen für unsere Innenstädte – mit Herz, Verstand und Sofortgeld. Nach dem schwarzen Montag für Beschäftigte und Kommunen der betroffenen Galeria Karstadt Kaufhof Filialen hat sich in dem Austausch abgezeichnet, dass Perspektiven für Fortführungen und Nachnutzungen durchaus bestehen. Jetzt gilt es, die laufenden Gespräche bestmöglich zu unterstützen. Der zum Teil emotional geführte Austausch verdeutlichte, dass mit den beabsichtigten Filialschließungen mehr als nur ein Geschäft vor Ort verloren gehen wird. Zugleich wird die Landesregierung die Kommunen bei der Entwicklung von Umnutzungs- und Umfeldkonzepten finanziell mit bis zu fünf Millionen Euro unterstützen.“

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Dr. Peter Achten, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Nordrhein-Westfalen nannte die Warenhäuser „wichtige Frequenzbringer für die Innenstädte“. Es sei wichtig „auf die grundsätzlichen Rahmenbedingungen für den innerstädtischen Einzelhandel acht zu geben und diese fortzuentwickeln.“ Hierbei geht es konkret um Erreichbarkeit, Sauberkeit und Sicherheit in den Innenstädten.“

Bereits bei der ersten Schließungswelle 2020/2021 hat die Landesregierung Nordrhein-Westfalen unterstützt: 1,74 Millionen Euro hat das Land beigesteuert, um in den damals betroffenen Kommunen Nachnutzungskonzepte zu unterstützen. Einige Standorte konnten in der Folge eine Handelsnachnutzung erfahren, in anderen Standorten laufen Umbauten oder es werden gemischte Nutzungen zusammen mit den Eigentümern angestrebt.