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Schulen in Gelsenkirchen wollen den Unterrichtsbeginn entzerren. Die Große Koalition im Stadtrat unterstützt die Pläne.

Mehrere Schulen in Gelsenkirchen planen Medienberichten zufolge, im Anschluss an die Weihnachtsferien den Unterrichtsbeginn nach vorn oder nach hinten zu verlegen. So sollen überfüllte Schulbusse vermieden und das Infektionsrisiko gesenkt werden. Eltern stünden den Plänen skeptisch gegenüber. Rückenwind erhalten die Schulen jetzt von der Großen Koalition aus SPD und CDU im Stadtrat. Bürgermeisterin Martina Rudowitz (SPD) zeigt sich laut einer Pressemitteilung zuversichtlich, „dass der zeitlich versetzte Schulbeginn funktionieren wird“.

Verkehrsbetriebe müssen Vorhaben unterstützen

Unterstützung kommt auch von den Sprechern der Koalitionsfraktionen im Bildungsausschuss, Markus Karl (CDU) und Ulrich Jacob (SPD). „Wir ermuntern die Gelsenkirchener Schulen ausdrücklich, nach Möglichkeit und in gegenseitiger Absprache versetzt mit dem Unterricht zu beginnen“, so Ulrich Jacob. Ein versetzter Unterrichtsbeginn sei zwar gerade bei großen Systemen nicht leicht. „Aber es hat sich eben auch gezeigt, dass auf die Organisationsfähigkeit unserer Schulleitungen Verlass ist“, erklärt Jacob.

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Markus Karl, bildungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, teilt diese Zuversicht und erwartet zeitgleich die Unterstützung von Stadt und Verkehrsunternehmen für das Vorhaben. „Ein Schulstart zwischen 7 und 9 Uhr bietet jetzt ein passendes Zeitfenster“, sagt Karl laut Pressemitteilung. „Die Verkehrsbetriebe Bogestra und Vestische müssen das Vorhaben durch den Einsatz weiterer Einsatzfahrzeuge unterstützen und das von der Verwaltung angekündigte Konzept muss nach den Weihnachtsferien greifen.“ Alle am Schulleben Beteiligte und die Politik müssten dabei, wie bei allen Maßnahmen rund um die Corona-Pandemie, kontinuierlich informiert und einbezogen werden.

Grüne forderten “zeitnahe Lösung”

Bereits Mitte November meldete die Stadt, dass entzerrte Anfangszeiten der Schulen geprüft würden. Seinerzeit appellierten Bogestra, Vestische und der Krisenstab der Stadt an die Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern, stark besetzte Busse zu meiden. Wenn möglich, sollten sie auf alternative Linien oder frühere sowie spätere Fahrten ausweichen. Bündnis 90/Die Grünen fanden das jedoch inakzeptabel. Sie forderten die Stadt und die Verkehrsunternehmen auf, „zeitnah eine Lösung zu finden“ und nicht erst im Januar zu handeln.

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