Oberbürgermeister Frank Baranowski hat am Dienstag die Kooperationsvereinbarung unterschriebena. –Foto: Gerd Kaemper/gkfotoOberbürgermeister Frank Baranowski hat am Dienstag die Kooperationsvereinbarung unterschriebena. –Foto: Gerd Kaemper/gkfoto

Walter-Blüchert-Stiftung unterstützt bei Berufswahl

Das Projekt „was geht! Rein in die Zukunft“ der Walter-Blüchert-Stiftung finanziert Mentor*innen zur Beratung und Begleitung beim Übergang von der Schule in den Beruf.

Welcher Beruf passt zu mir? Auf diese Frage wissen viele junge Gelsenkirchener keine Antwort. Und sie sind damit nicht alleine: Fast drei Millionen junge Erwachsene in Deutschland haben keinen Berufsabschluss. Jeder fünfte Ausbildungsvertrag wird vorzeitig aufgelöst. Der Wirtschaftsstandort Deutschland verliert jedes Jahr enormes Nachwuchspotenzial. Die häufigsten Ursachen: Unkenntnis über die Arbeitswelt und unklare Berufsvorstellungen.

Das Projekt „was geht! Rein in die Zukunft“ der Walter-Blüchert-Stiftung mit Sitz in Gütersloh möchte dem etwas entgegensetzen. Zwei Jahre lang sollen in Gelsenkirchen Mentorinnen und Mentoren Schülerinnen und Schüler der städtischen Berufskollegs mit individueller Beratung und Begleitung beim Übergang von der Schule in den Beruf unterstützen. Nach Dortmund, Bielefeld, Essen und Aachen können jetzt auch Jugendliche in Gelsenkirchen dieses Angebot für den Bildungsgang Berufsfachschule Typ II an Berufskollegs nutzen.

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Kooperationspartner bündeln Kompetenzen

„Möglichst viele Schülerinnen und Schüler fit machen für den Arbeitsmarkt, oder sie für den nächst höheren Schulabschluss qualifizieren – darum geht es in unserem ‚was geht!‘-Programm, sagt Prof. Dr. Gunter Thielen, Vorstandsvorsitzender der Walter Blüchert Stiftung. Einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für das Gemeinschaftsprojekt sei die Bündelung der Kompetenzen der engagierten Kooperationspartner. Für das Projekt haben sich die Stadt Gelsenkirchen, das Integrationscenter für Arbeit, das Jobcenter, die Agentur für Arbeit sowie die Berufskollegs in städtischer Trägerschaft und die Gütersloher Walter Blüchert Stiftung zusammengetan. Die Organisation liegt bei der Kommunalen Koordinierung Übergang Schule-Beruf in Gelsenkirchen.

„Ich bin sehr froh, dass die Walter Blüchert Stiftung dieses Programm initiiert und finanziert hat. Und dass so viele Schulleiterinnen und Schulleiter, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter und die Geschäftsführer der Agentur für Arbeit und des Jobcenters mit im Boot sind“, sagte so Gelsenkirchens scheidender Oberbürgermeister Frank Baranowski bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages. „Das zeigt, wie wichtig dieses Anliegen ist. Denn unsere Gesellschaft kann nur funktionieren, wenn möglichst viele junge Leute ihre Ziele erreichen.“

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Schriftliche Bewerbung nötig

Um an dem Programm teilzunehmen, müssen sich Schülerinnen und Schüler schriftlich bewerben. Dabei verpflichten sie sich, die Angebote während des zweijährigen Förderzeitraums wahrzunehmen. Das „was geht!“-Konzept vermittelt fundiertes Wissen über den Arbeitsmarkt, damit die jungen Menschen eine begründete Entscheidung zur Aufnahme einer Berufsausbildung treffen können. Dazu erhalten sie vielfältige Unterstützungsangebote in Form von Workshops, Mentoring und Exkursionen. In den Workshops geht es um die eigenen Stärken und die Planung der beruflichen Zukunft. Außerdem werden Kommunikationskompetenzen vermittelt, die Motivation gestärkt und ein Bewerbungstraining durchgeführt.

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