Der Anfang vom Ende: Nach dem Eigentor von Malick Thiaw liegt Schalke 0:1 zurück. Am Ende gewann Leverkusen mit 3:0. Foto: Neubaum

0:3 gegen Bayer: Für Schalke wird die Luft im Keller immer dünner

0:3 gegen Bayer Leverkusen: Für Schalke 04 wird die Luft im Tabellenkeller immer dünner. Die Königsblauen drohen nun sogar den Kontakt zur direkten Konkurrenz zu verlieren.

Bayer Leverkusen zählt nicht dazu. Obwohl am Donnerstagabend noch in Nizza am Ball (Europa League) und genau wie Schalke stark ersatzgeschwächt angetreten war die Werks-Elf unterm Strich eine Nummer zu groß für Schalke. Die Gastgeber leisteten sich darüber hinaus noch den Luxus, beim Stand von 0:2 in der 70. Minute durch Steven Skrzybski noch einen Foulelfmeter zu verschießen. Auch das ist am Ende ein Beleg für fehlende Qualität.

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Eigentor von Thiaw

Leverkusen ging durch ein Eigentor von Malick Thiaw schon nach zehn Minuten in Führung. Thiaw war nach einer Bayer-Ecke von Dragovic hart bedrängt worden, ihm blieb quasi gar keine andere Wahl, als den Ball über die eigene Torlinie zu bugsieren. Schalkes Spieler protestierten, aber Schiedsrichter Benjamin Cortus sah die Aktion von Dragovic offenbar noch im Rahmen des Erlaubten – auch Video-Assistent Sven Waschitzki griff nicht zugunsten von Schalke ein.

Wieder einmal galt es also, einen Rückstand aufzuholen. Schalke, nun saisonübergreifend seit 26 Bundesliga-Spielen sieglos, musste aber zunächst einmal aufpassen, nicht schon früh unter die Räder zu kommen. Denn Leverkusen hätte direkt nach dem 0:1 schon den Sack zumachen können, scheiterte mit mehreren guten Chancen aber entweder an Schalkes Torhüter Michael Langer oder an der eigenen Verspieltheit.

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Langer hütete bei seinem Pflichtspiel-Debüt für Schalke das Tor für die verletzten Frederik Rönnow und Ralf Fährmann. Der 35-jährige Österreicher avancierte zum besten Spieler seiner Mannschaft.

Skrzybski verschießt Elfmeter

Zur Halbzeit stand es also  nur 0:0, dementsprechend kam Schalke mit neuem Mut aus der Kabine. Doch die Gegenwehr der Gastgeber fand ihr Ende mit dem 0:2 durch Baumgartliner, wieder im Anschluss an eine Ecke. Das Kopfballduell, das der Bayer-Torschütze gegen den eingewechselten Schalker Matthew Hoppe gewann, war symbolisch für den Qualitätsunterschied zwischen Schalke und Leverkusen.

Dem setzte Steven Skrzybski zwei Minuten nach dem 0:2 noch die Krone auf: Mit einem Foulelfmeter scheiterte er an Bayer-Keeper Lukas Hradecky, der auch Ramans direkt folgenden Kopfball hielt. Auch diese seltene Gelegenheit, Leverkusen vielleicht doch noch etwas ins Schwitzen zu bringen, wurde also verpasst.

Baum: “Es ist zum Kotzen”

Stattdessen erhöhte Patrik Schick noch auf 0:3 (78.). Und so endete auch dieser Abend für Schalke frustrierend. Aber, so ehrlich sollte man sein: Bayer Leverkusen gehört aktuell nicht zu den Mannschaften, mit denen sich Schalke messen kann. Vielleicht kommen diese Gegner ja noch: Am Sonntag muss Schalke nach Augsburg, außerdem stehen noch andere Schalker Keller-Mitbewohner wie Freiburg, Bielefeld und Köln auf dem Programm.

Aber es ist ein sehr schmaler Grat der Hoffnung, auf dem Schalke da wandelt. Trainer Manuel Baum hatte nach dem Leverkusen-Spiel die Faxen jedenfalls dicke: “Es ist zum Kotzen, dass wir aus so einem Spiel nicht mehr herausholen. Wir laufen 120 Kilometer, sprinten mehr als die intensivste Mannschaft der Liga, kriegen zwei Tore nach Standards und das dritte nach einem Ballverlust und machen unsere Dinger selbst nicht rein!”

Oder, zusammengefasst: Gegen eine Mannschaft wie Bayer Leverkusen fehlt es einach an Qualität.

Norbert Neubaum
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