Gleich beginnt das Duell der Absteiger: Kurz vor dem Top-Spiel der Zweiten Liga zwischen Bremen und Schalke. Foto: Leszinski

1:1 in Bremen – Terodde trifft zum Rekord und ein Elfer erzürnt Schalke

Das Duell der Bundesliga-Absteiger Werder Bremen und Schalke 04 endete 1:1 (0:0). Besonders zwei Szenen werden in Erinnerung bleiben und für Gesprächsstoff sorgen.

1:1 in Bremen – Schalke hat die Serie von drei Pflichtspiel-Niederlagen hintereinander beendet und bleibt weiter im Windschatten der Aufstiegsplätze. Machte vor dem Spiel der Impf-Skandal um Werders zurückgetretenen Trainer Markus Anfang Schlagzeilen, wird vom Spiel selbst die extrem aufregende Schlussphase hängen bleiben.

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In der 82. Minute erzielte Simon Terodde das 1:0 für Schalke – Schalkes Torjäger nutzte eine suboptimale Abwehr von Bremens Torhüter Pavlenka nach einem Schuss des eingewechselten Rodrigo Zalazar und erzielte per Kopf sein 154. Zweitliga-Tor – damit hat sich Terodde die Krone der Zweitliga-Torjäger nun alleine aufgesetzt. Bisheriger Rekordhalter in der “ewigen” Schützen-Tabelle war Dieter Schatzschneider.

Olaf Thon: “Acht Mal angesehen – nichts entdeckt”

Dabei hatte es bis dahin eher nach einem Bremer Tor ausgesehen. Aber trotz der größeren Spielanteile fehlte den Gastgebern im letzten Dritteln die notwendige Präzision, Schalkes Defensiv-Abteilung verteidigte alles recht solide weg – obwohl mit Mehmet Aydin, Danny Latza und Victor Palsson drei Schalker Spieler schon relativ früh jeweils die Gelbe Karte gesehen hatten.

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Als sich Schalke weit in der Nachspielzeit schon fertig zum Feiern machte, entschied Schiedsrichter Tobias Stieler nach Intervention des Video-Assistenten auf Elfmeter für Werder Bremen. Niemand wusste so recht, warum, auch nicht nach näherem Hinsehen. Schalke-Legende Olaf Thon, für Sport1 als Experte am Mikrophon, war ratlos: “Wir haben uns die Szene jetzt acht Mal angesehen und nichts entdeckt.”

Füllkrugs bittere Tages-Bilanz

Schalke kochte vor Wut, der erzürnte Trainer Dimitrios Grammozis sah wegen seines Protestes die Gelbe Karte. Niclas Füllkrug war das alles ziemlich egal. Bremens Stürmer verwandelte den Elfer in der neunten (!) Minute der Nachspielzeit zum 1:1. “Trotzdem war es für uns ein scheiß Tag”, bilanzierte Füllkrug – und meinte vor allem die Aufregung um Markus Anfang. Auch dessen Rücktritt als Konsequenz aus dem Impf-Skandal wird vom Top-Spiel natürlich in Erinnerung bleiben.

Norbert Neubaum
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