Sah in Regensburg eine ganz schwache Vorstellung seiner Mannschaft: Schalkes Trainer Dimitrios Grammozis. Archivfoto: Rabas

1:4-Pleite in Regensburg – Schalke beim Spitzenreiter chancenlos

Diesen Ausflug nach Bayern hatten sich Schalkes Spieler und Fans anders vorgestellt: Die Königsblauen verloren beim Zweitliga-Spitzenreiter Jahn Regensburg mit 1:4 (0:1) – und waren weitestgehend chancenlos.

Schalke begann vor 5.324 Zuschauern (darunter 600 aus Schalke) im Jahnstadion Regensburg wieder mit Reinhold Ranftl und Florian Flick in der Start-Elf – das bedeutete die Rückkehr zur Dreier – bzw. Fünferkette – je nach Interpretation. Die unter der Woche verpflichteten Neuzugänge Darko Churlinov und Ko Itakura saßen zunächst auf der Bank.

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Schon nach acht Minuten gab es den ersten Tiefschlag für Schalke: Ralf Fährmann spielte den Ball auf den bereits bedrängen Flick, der verlor der Ball prompt – und Jan-Niklas Beste erzielte mit einem schönen Linksschuss, der allerdings nicht unhaltbar zu sein schien, das 1:0 für die Gastgeber.

1:0 nach acht Minuten

Diesem Rückstand lief Schalke nun mehr oder weniger verzweifelt hinterher. Rund lief es nicht bei den Königsblauen: Unpräzise Zuspiele, Flanken ohne Abnehmer, in der Abwehr stets in Alarmbereitschaft – Schalke hatte gegen den Spitzenreiter zu wenig zu bieten und noch Glück, dass David Otto in der 27. Minute gleich zweimal an Ralf Fährmann scheiterte.

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S04-Trainer Dimitrios Grammozis brachte zur zweiten Halbzeit Ko Itakura für Florian Flick. Die Musik bestimmten aber die Gastgeber: Nach einem Freistoß traf Steve Breitkreuz zum 2:0 (55.) – Schalkes Abwehrverhalten ließ eine gewisse Schläfrigkeit erahnen.

Terodde trifft – aber zu spät

Grammozis brachte nun Churlinov für Ranftl – nicht etwa für den bis dahin immer mehr untergetauchten Zalazar. Tatsächlich wurde Schalke für ein paar Minuten etwas munterer – als Otto dann per Kopf das 3:0 erzielte (72.), war die Messe aber endgültig gelesen. Simon Teroddes Tor zum 1:3 – Regensburgs erster Saison-Gegentreffer – war nur noch Ergebniskosmetik (81.). Zumal Sarpreed Singh mit dem 4:1 (85.) den Drei-Tore-Abstand wieder herstellte.

Fazit: Schalke war dem Spitzenreiter in nahezu allen Belangen unterlegen – es war eine äußerst bedenkliche Vorstellung des Bundesliga-Absteigers, der zum Teil demontiert wurde.

Frank Leszinski
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