Schalkes Siegtorschütze gegen Regensburg: Malick Thiaw. Foto: Rabas (Archiv)

2:1 – Schalke dreht Spiel gegen Regensburg nach Rückstand

Schalke schlägt Jahn Regensburg mit 2:1 (0:1) – die Revanche fürs Spiel in der Hinrunde ist geglückt und die Chancen im Aufstiegsrennen sind gestiegen.

Mit einem Paukenschlag hatte der Zweitliga-Spieltag begonnen: Der 5:0-Sieg von Ingolstadt in Nürnberg war allen anderen Aufstiegsaspiranten eine Warnung. Dementsprechend konzentriert wollte auch Schalke in die Begegnung gegen Regensburg gehen – im Vergleich zum 5:0-Sieg in Aue mit einer Änderung in der Startelf: Für Malick Thiaw verteidigte Marcin Kaminski. Neuzugang Dong-gyeong Lee gehörte noch nicht zum Kader.

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Die erste Chance des Spiels hatte vor 10.000 zugelassenen Zuschauern, darunter 200 aus Regensburg, der SSV Jahn: Martin Fraisl musste schon nach 45 Sekunden beherzt zupacken – danach übernahm Schalke allerdings das Kommando. Dämpfer für die Gastgeber: Andreas Vindheim musste schon nach acht Minuten wegen Problemen mit der linken Wade ausgewechselt werden, für ihn kam Reinhold Ranftl.

Schock durch Albers

Schalke war überlegen, hatte durch Simon Terodde auch zwei gute Torgelegenheiten, die größte Chance blieb dann aber für längere Zeit ein Latten-Freistoß von Thomas Ouwejan (14.). Regensburg, angereist mit der willkommenen Aura des Außenseiters, machte das recht geschickt, unterband Schalkes Spiefluss öfter, als es den Königsblauen lieb war, und setzte auch eigene Nadelstiche.

Der in der 32. Minute tat Schalke dann richtig weh: Nach einem Ballverlust von Marvon Pieringer im Mittelfeld konnte sich Andreas Albers den Ball überraschend ungestört zum Fernschuss zurechtlegen – und der landete zum 0:;1 im Schalker Netz. Palssons Stör-Aktion kam zu spät, Martin Fraisl war kompett überrascht.

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Revanche für das 1:4

Halbzeitstand 0:1 – es gab Pfiffe, wohl sowohl für Schalke als auch für Schiedsrichter Tobias Welz, der mit seinen Entscheidungen nicht immer auf Schalker Gegenliebe stieß. Irgendwie war es Schalke recht mulmig zumute: Sollte Regensburg dem Erstliga-Absteiger nach dessen 1:4-Niederlage in der Hinrunde erneut einen üblen Streich spielen?

Diese Frage hätte wohl mit „Ja“ beantwortet werden müssen, wenn Carlo Gregor Boukhalfa in der 62. Minute mit einem fulminanten Schuss nicht nur die Latte, sondern ins Tor getroffen hätte – Fraisl hätte diesen Ball nicht halten können. Schalke-Trainer Dimitrios Grammozis hatte da schon einen Dreifach-Wechsel vorbereitet – der Chefcoach wusste: Es musste sich einiges ändern.

Churlinovs Ehrenrunde

Bülter bereitet zweimal vor​Und es änderte sich was, und wie: Marius Bülter für Marvin Pieringer, Darko Churlinoiv für Rodrigo Zalazar, Malick Thiaw für Salif Sané – schon nach ein paar Sekunden zeigte diese Personal-Rochade ihre erste Wirkung: Einen langen Ball von Kaminski köpfte Bülter zu Terodde, und der bugsierte den Ball irgendwie zum Schalker Ausgleich ins Tor.

Zehn Minuten später stachen zwei Joker: Einen Freistoß von Ouwejan verlängerte Bülter auf Thiaw, der zum 2:1 für Schalke einköpfte – Grammozis hatte die Führung sozusagen eingewechselt.
Churlinovs Ehrenrunde​Und damit auch den Sieg: Denn trotz eifriger Bemühungen konnte Regensburg nun keine Torgefahr mehr ausstrahlen. Grammozis hatte das Defensiv-Netz noch engmaschiger geknüpft, in dem er nach dem 2:1 den verblüfften Churlinov wieder aus- und Florian Flick einwechselte.

Immerhin: Churlinov drehte nach seiner Auswechslung noch seine ganz persönliche Ehrenrunde durch die Arena – so viel Zeit muss bei all der Aufstiegshektik schließlich sein. In der hat Schalke durch diesen Sieg wieder einen Schritt nach vorn gemacht.

Norbert Neubaum
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