5:2-Sieg in Darmstadt: Schalke macht Riesenschritt Richtung Aufstieg

Schalke jubelt: Der 5:2-Sieg in Darmstadt war ein großer Schritt Richtung Wiederaufstieg. Foto: Archiv

Fünfter Sieg in Folge für Schalke – und was für einer. Der 5:2-Erfolg bei Darmstadt 98 am Ostersonntag stand unter dem Motto: Fast jeder S04-Schuss oder -Kopfball ein Treffer.

Was für ein Ostersonntag für Schalke: Durch den 5:2 (3:2)-Sieg beim direkten Aufstiegskonkurrenten Darmstadt 98 hat der FC Schalke 04 einen Riesenschritt Richtung Aufstieg in die Erste Liga gemacht.

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Neue Sorgen um Kapitän Danny Latza

Auf den Nicht-Aufstiegsplatz vier hat die Mannschaft von Interimstrainer Mike Büskens nun schon fünf Punkte Vorsprung. Neben dem Schalker Ergebnis „stimmten“ aus Sicht der Gelsenkirchener nämlich erneut auch die Ergebnisse der Konkurrenten.

Aber diese „Vorlagen“ waren eigentlich gar nicht nötig, denn Spitzenreiter Schalke (nach Darmstadt angereist ohne den positiv auf Corona getesteten Team-Manager Gerald Asamoah) erledigte seine Aufgabe selbst erfolgreich – und zwar höchst eindrucksvoll.

Lediglich die neuen Sorgen um Kapitän Danny Latza, der in der ersten Halbzeit mit einer Sprunggelenksverletzung ausgewechselt werden müsste, trüben ein wenig die prächtige Schalker Stimmung.

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Furioser Darmstädter Start

Dabei waren die furios beginnenden Darmstädter in der elften Minute durch Phillip Tietz mit 1:0 in Führung gegangen – in dieser Phase wirkte es so, als wollten die Gastgeber den Spitzenreiter „auffressen“.

Aber wieder einmal wirkte Simon Terodde dem Schalker Gegner in die Suppe. Nach Flanke von Rodrigo Zalazar und Kopfball-Verlängerung von Marius Bülter traf Schalkes Torjäger per Kopf zum 1:1 (14.) – es war im Prinzip Schalkes erste echte Torchance.

Diese fast schon unfassbare Effektivität behielt Schalke bei: In der 29. Minute traf wieder Terodde wieder per Kopf – wieder nach Flanke von Zalazar zum 2:1 für Schalke. Darmstadts Ersatztorhüter Morten Behrens hatte bis dahin im Prinzip noch keinen Ball gehalten, und streng genommen sollte es dabei auch bleiben, ohne dass ich Behrens irgendeinen Vorwurf machen musste.

Viel Arbeit auch für „Medizinmänner“

Eher schon die Darmstädter Hintermannschaft, die sich in der 43. Minute vom fortan groß aufspielenden Marius Bülter düpieren ließ, der gleich mehrere Verteidiger narrte und das 3:2 für Schalke erzielte – zwischendurch hätte nämlich erneut Tietz zum Darmstädter 2:2 getroffen.

Sieben Minuten Nachspielzeit gab es in der ersten Spielhälfte – das Spitzenspiel stand zum Teil unter dem Motto „Rohe Ostern“. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, auch die medizinischen Betreuer beider Mannschaften mussten ordentlich Meter machen.

Marius Bülter dreht auf

Darmstadt kam mit neuem Mut aus der Kabine, wurde aber gleich wieder entmutigt: Nach einem Abseitstor von Tietz nutzte Bülter ein dickes Missverständnis in der Darmstädter Abwehr zum 2:4 (48.) – endgültig gelutscht war der Drops dann in der 62. Minute, als Bülter mit seinem dritten Treffer das 5:2 für Schalke erzielte.

Fast jeder Schalker Schuss aufs Tor war ein Treffer – beim SV Darmstadt 98, der bis zum Schluss zumindest um Ergebniskorrektur bemüht war, sah das komplett anders aus.

„Spitzenreiter, Spitzenreiter“, skandierten die ca. 1500 Schalker Fans unter den insgesamt 14.500 Zuschauern im ausverkauften „Merck-Stadion am Böllenfalltor“, in dem beide Mannschaften und vor allem Darmstadts Trainer Torsten Lieberknecht nach dem Spiel noch reichlich Diskussionsbedarf besonders mit dem Schiedsrichter hatten.

Samstag gegen Bremen

Keinen Zweifel gibt es daran, dass Schalke nach nun fünf (!) Siegen in Folge glänzende Chancen auf den direkten Wiederaufstieg hat. Nächster Gegner am kommenden Samstag: der Tabellenzweite Werder Bremen.

Norbert Neubaum/Frank Leszinski
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