Der einzig erhaltene Flutlicht-Mast des Parkstadions soll restauriert ewerden. Foto: Neubaum

Aktion der Ultras: Diesem Schalker Denkmal soll ein Licht aufgehen

Von den ehemals vier großen Flutlicht-Masten des Parkstadions ist noch einer stehen geblieben – er gilt vielen S04-Fans als „Landmarke“. Die „Ultras“ wollen ihn wieder zum Strahlen bringen.

Das Ergebnis war eindeutig und irgendwie überraschend: Als „Hallo Buer“ von den Lesern und Leserinnen wissen wollte, welches Bauwerk sie am ehesten mit ihrer Heimat verbinden würden, fiel die Wahl nicht auf Schloss Berge, das Buersche Rathaus oder die Veltins-Arena – Wahlsieger wurde der noch stehende letzte Flutlicht-Mast des „alten“ Parkstadions.

Werbung

Die Begründung der Umfrage-Teilnehmer: Durch seine buchstäblich „herausragende“ Erscheinung wäre er beispielsweise auf der Autobahn 2 das erste sichere Indiz dafür, dass man sich wieder auf Kurs Richtung Heimat befände. Und das sei dann halt ein gutes Gefühl. Ein Flutlicht-Mast als eine Art „Denkmal“.

Mast soll restauriert werden

Von den vier Flutlicht-Masten des „alten“ Parkstadions ist noch einer stehen geblieben, der in der Nordkurve. Seine drei „Kollegen“ sind im Laufe der Jahre anlässlich der Umbau- und Renovierungsarbeiten auf dem Berger Feld nach und nach von der Bildfläche verschwunden.

Die Schalker Fan-Gruppierung „Ultras Gelsenkirchen“ möchte ermöglichen, dass der Mast nun auch wieder eine echte Leuchtturm-Funktion bekommt. Die Flutlichtelemente des Masts sollen aufwendig restauriert werden – so, dass sie wieder in Betrieb genommen werden und bei Nacht erstrahlen können. Für ganz Gelsenkirchen erkennbar und hell erleuchtet.

Parkstadionsschal

Um die Finanzierung für die Restauration zu ermöglichen, verkaufen die Ultras Gelsenkirchen deshalb ab sofort einen Parkstadionschal im Oldschool-Design. Dieser wird ab dem 23. Februar wöchentlich – vorerst mittwochs und freitags – von 17.30 bis 19 Uhr im Tabakladen auf der Kurt-Schumacher-Straße in Gelsenkirchen für 15 Euro zu erwerben sein. Einen Versand wird es aus logistischen Gründen vorerst nicht geben.

Im „alten“ Parkstadion spielte der FC Schalke 04 von 1973 bis 2001. Das WM-Stadion von 1974 galt bei seiner Eröffnung als eines der modernsten Stadien sogar in Europa. Mittlerweile wurde die ca. 70.000 Zuschauer fassende „Betonschüssel“ zurückgebaut, vom alten Stadion sind nur noch Teile der Gegengerade übrig und eben der Flutlichtmast. Genutzt wird das Stadion hauptsächlich für Spiele der U23- und von Jugendmannschaften, die Schalker Profis haben außerdem auch ihre Testspiele zuletzt an der traditionsreichen Stätte ausgetragen und trainieren hin und wieder auch dort.

Norbert Neubaum
Menü
%d Bloggern gefällt das: