Die Fassade der Schauburg in Buer soll umfangreich saniert werden und dabei ihr historisches Aussehen zurückerhalten.
Eine historische Postkarte der Horster Straße mit der Schauburg. Foto: Stadt Gelsenkirchen – ISG

Buer: Fassade der Schauburg wird saniert

Die Fassade der Schauburg in Buer soll umfangreich saniert werden und dabei ihr historisches Aussehen zurückerhalten.

Sie ist in die Jahre gekommen und sieht insbesondere im Erdgeschoss unansehnlich aus: die Fassade der Schauburg in Buer. Doch künftig soll sie in altem Glanz erstrahlen. Für eine umfangreiche Restaurierung hat die Stadt nun 350.000 Euro bewilligt.

Stadtbaurat: Schauburg „bemerkenswerte Substanz“

„Die Sanierung hat einerseits das Ziel, die bemerkenswerte Substanz des Gebäudes zu erhalten“, erklärt Stadtbaurat Christoph Heidenreich. Andererseits solle „durch die behutsame Wiederherstellung der Schaufensterfassade das ursprüngliche Erscheinungsbild der stadtbildprägenden expressionistischen Fassade wieder erlebbar“ gemacht werden.

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Die Schauburg ist einer der wenigen gut erhaltenen Kinobauten aus der Zwischenkriegszeit in Deutschland. Zwischen 1928 und 1930 erbaut, war die Schauburg ursprünglich als Kombination aus Kino, Theater und Veranstaltungsort konzipiert. Sie besaß zunächst einen einzigen großen Saal mit Empore, Bühnenhaus und Orchestergraben. Der Zugangsbereich und das nahezu unverändert erhaltene Foyer waren repräsentativ. Im Vordergebäude fanden neben dem Kino-Eingang vor allem Läden mit großen Schaufensterfronten Platz.

Produkt der Sanierungen der Nachkriegszeit

Die Fassade des Erdgeschosses ist in ihrem heutigen Zustand ein Produkt der Sanierungen der Nachkriegszeit. Sämtliche Türen und Fenster wurden damals erneuert. Seinerzeit wurden zwei seitliche Türen zurückgebaut, wodurch insbesondere das große Schaufenster deutlich verändert wurde.

Nun will die Stadt die Fassade ihr früheres Aussehen zurückerhalten: Die ursprünglich vorhandenen Seitentüren des Schaufensters sollen in Anlehnung an die aus Bauzeichnungen und alten Fotografien bekannten Originale rekonstruiert werden. Sämtliche neue Türen und Fenster sind laut Stadt als Stahlkonstruktionen geplant. Das Motiv der gekrümmten Scheiben an den Ladeneingängen soll beibehalten und auch auf die neuen Zugänge des Ladens angewandt werden.

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Baustart für 2023 geplant

Die Fassade ist oberhalb des Erdgeschosses flächig mit Natursteinplatten verkleidet. Das Negativ der historischen Ladenaufschrift „Bünck & Sohn“, das freigelegt wurde, wird den Plänen zufolge konserviert und aufgearbeitet. Die umgebende Fassadenfläche soll in einem zur Natursteinfarbe passenden Farbton gestrichen werden. Darüber hinaus werden sämtliche Fugen saniert.

Die Planung erfolgte in enger Abstimmung zwischen der Unteren Denkmalbehörde und einem mit der Sanierung von Denkmälern erfahrenen Architekturbüro aus Münster. Diese erstellen nun bis zum Herbst 2022 die Ausführungsplanung. Der Baustart ist für das Jahr 2023 geplant.

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