Am 30. November erstrahlt der Buersche Rathausturm in grünem Licht, um damit ein Zeichen gegen die Todesstrafe zu setzen. Foto: Stadt Gelsenkirchen (Archiv)

Ein Zeichen gegen die Todesstrafe will die Stadt am Montag, 30. November setzen: In den Abendstunden wird der Rathausturm in Buer in grünes Licht getaucht.

Die Stadt Gelsenkirchen beteiligt sich damit am internationalen Aktionstag „Cities for Life – Städte für das Leben/ Städte gegen die Todesstrafe“. Im mittlerweile 15. Jahr setzt die grüne Beleuchtung des Rathausturms in Buer ein weithin sichtbares Zeichen für den Respekt des Lebens und der Menschenwürde.

Aktion wurde 2002 ins Leben gerufen

Der internationale Aktionstag „Cities for Life” ist die weltweit größte Mobilisierung von Städten und Bürgern für die Achtung der Menschenrechte auch in schwierigen Situationen. 2002 wurde die Aktion von der christlichen Gemeinschaft Sant’Egidio ins Leben gerufen. Der 30. November wurde für den Aktionstag gewählt, weil das Großherzogtum Toskana an diesem Tag im Jahr 1786 als erster Staat der Welt Folter und Todesstrafe für abgeschafft erklärt hatte.

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In Deutschland haben sich in den vergangenen 18 Jahren fast 300 Städte mit unterschiedlichen Projekten und besonderen Beleuchtungen bekannter Gebäude an dem Tag beteiligt. In diesem Jahr fällt der Aktion eine besondere Bedeutung zu: Im Dezember 2020 stimmt die Generalversammlung der Vereinten Nationen zum wiederholten Mal über eine Resolution für ein universales Moratorium der Todesstrafe ab.

142 Länder haben Todesstrafe abgeschafft

Vieles hat sich in den vergangenen Jahren zum Positiven verändert. Mittlerweile ist die Zahl der Länder auf 142 gestiegen, die die Todesstrafe per Gesetz abgeschafft haben oder in der Praxis nicht mehr anwenden. Insbesondere aus den Krisengebieten des Nahen Ostens sind im Zusammenhang mit dem Terrorismus allerdings steigende Vollstreckungszahlen zu registrieren. Und in den USA wurden auf Bundesebene erstmals seit 2003 wieder Menschen hingerichtet.

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Weitere Informationen zum Aktionstag lassen sich im Internet auf www.santegidio.org nachlesen. Mehr Informationen zum Gelsenkirchener Beitrag finden Sie am 30. November auf www.gelsenkirchen.de und auf der Facebookseite gelsenkirchen.de.

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