Der Eingang zum Corona-Behandlungszentrum im Sportparadies. Foto: Stadt Gelsenkirchen

Corona-Behandlung statt Eislaufen im Sportparadies

Für Menschen, die mit dem Corona-Virus infiziert sind, gibt es in der Stadt jetzt eine neue Anlaufstelle.

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) hat gemeinsam mit der Stadt Gelsenkirchen ein neues Corona-Behandlungszentrum eingerichtet – und zwar im Sportparadies (Emscher-Lippe-Halle).

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Das Zentrum ergänzt die ambulante Versorgungsebene mit der Zielsetzung, COVID-19-infizierte und möglicherweise infizierte Menschen außerhalb der Praxen qualifiziert zu versorgen. Patienten können das COVID-19-Behandlungszentrum in Gelsenkirchen ohne vorherige Anmeldung aufsuchen. Das Zentrum hat seinen Betrieb am Mittwoch dieser Woche aufgenommen, die Öffnungszeiten sind täglich von 12 bis 15 Uhr.

Das Zentrum ist für Patienten gedacht, die an einer COVID-19-Infektion leiden, unter dem Verdacht einer Infektion stehen und behandlungsbedürftigen Beschwerden haben. In häuslicher Isolation befindliche Patientinnen und Patienten dürfen nur nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt (Tel. 169- 5000) und nach telefonischer Anmeldung durch das Gesundheitsamt in dem Behandlungszentrum vorstellig werden.

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Fahrt nur mit dem eigenen PKW möglich

Die Fahrt ins jeweilige Behandlungszentrum ist nur alleine im eigenen PKW gestattet. In sonstigen Fällen muss ein Hausbesuch durch die Arztrufzentrale NRW (zentrale Nummer: Tel. 116 117) angefordert werden.

„Das war ein Kraftakt für alle Beteiligten“, lobt Karin Welge, Leiterin des Gelsenkirchener Krisenstabes. „Ich möchte mich ausdrücklich bei allen Akteuren, die intensiv und zielorientiert die Bereitstellung der Halle so zügig innerhalb weniger Tage möglich gemacht haben, bedanken.“ So mussten nicht nur die notwendigen hygienischen und organisatorischen Maßnahmen in sehr kurzer Zeit umgesetzt, sondern auch noch das Eis in der Halle abgetaut werden.

„In den Behandlungszentren werden die Schwere der Infektion und der Behandlungsbedarf möglicher Begleiterkrankungen eingeschätzt“, erklärt Dr. Klaus Rembrink, Leiter der zuständigen KVWL-Bezirksstelle in Gelsenkirchen. Die Ausstellung von Rezepten, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (AU) oder eine stationäre Einweisung ist dort ebenfalls möglich. Die bisherige medizinische Versorgung mit Arzneimitteln erfolgt weiterhin durch den behandelnden Haus- oder Facharzt.

„Die aktuelle Situation rund um das Corona-Virus stellt uns alle vor große Herausforderungen“, betont Dr. Rembrink. „Ich möchte mich insbesondere bei den niedergelassenen Vertragsärztinnen und -ärzten, ihren Praxismitarbeitern sowie den Angehörigen anderer Heilberufe sowie den zuständigen Mitarbeitern der Stadt Gelsenkirchen und den Mitgliedern des Ärztenetzes Qualitätsgemeinschaft Praxisnetz Gelsenkirchen (QPG) bedanken, ohne deren Einsatz der Betrieb solcher Behandlungszentren nicht möglich wäre. Ihr Engagement ist wirklich herausragend.“

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