Corona

Das Corona-Virus breitet sich zunehmend in der Stadt aus. Symbolfoto von Gerd Altmann auf Pixabay

Die Zahl der Corona-Infizierten in Gelsenkirchen steigt. Am 16. Oktober wurden 78,6 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen registriert – ein neuer Höchstwert seit Beginn der Pandemie.

432 aktive Infektionen sind aktuell in der Stadt zu verzeichnen. Das sind 54 mehr als am Vortag. „Diese Entwicklung in unserer Stadt wie auch im gesamten Ruhrgebiet und darüber hinaus ist absolut ernst zu nehmen“, sagt Gesundheitsdezernent Luidger Wolterhoff. „Es gibt dabei nicht das eine Ereignis, auf das die Infektionen zurückzuführen sind. Nach wie vor ist das Infektionsgeschehen ein sehr verteiltes. In der Hauptsache sind es viele kleine Treffen im familiären Rahmen mit zehn bis 15 Personen, in denen sich Menschen angesteckt haben.“

Dringender Appell an die Bevölkerung

Diese seien nach den Vorgaben der Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen zwar nach wie vor erlaubt. „Aber ich appelliere dringend an jeden einzelnen sich zu fragen, ob alles, was erlaubt ist, auch unbedingt nötig ist“, betont der Gesundheitsdezernent.

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Neues Ruhr-Wort

Seit Beginn der Pandemie gab es insgesamt 1.535 bestätigte Corona-Fälle in der Stadt. Davon sind 1.088 Erkrankte bereits wieder genesen, 19 verstorben. 1.469 Menschen befinden sich derzeit in Gelsenkirchen unter Quarantäne. Es sind seit Beginn der Pandemie 14.088 Testungen in der Stadt durchgeführt worden.

Wieder verstärkt ältere Menschen betroffen

226 der bisher Erkrankten waren 60 Jahre alt und älter. „Im Sommer hat sich auch in unserer Stadt das Infektionsgeschehen fast ausschließlich im jüngeren und mittleren Alterssegment abgespielt“, erklärt Wolterhoff. „Das änders sich aktuell ein wenig. Durch die Ansteckungen im familiären Rahmen sind auch wieder verstärkt ältere Menschen betroffen.“ Das schlage sich auch deutlicher in den Zahlen aus den Krankenhäusern nieder. Derzeit sind 26 Corona-Patienten in stationärer Behandlung, fünf von ihnen befinden sich auf der Intensivstation, zwei werden beatmet.

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„Das zeigt: Das Virus ist zurück. Und zwar mit aller Wucht. Wir können uns die Sorglosigkeit, die sich bei dem einen oder anderen über den Sommer eingeschlichen haben mag, definitiv nicht mehr leisten. Ich appelliere noch einmal an alle: Halten Sie Abstand. Halten Sie sich an die Hygieneregeln. Und bitte vermeiden sie Treffen mit mehreren Personen“, erklärt Wolterhoff.

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