Die Corona-Inzidenz in Gelsenkirchen steigt weiter. Am Dienstag erreicht sie einen für den Krisenstabsleiter „undenkbaren Wert“.
Symbolbild von Gerd Altmann auf Pixabay

Corona: Inzidenzwert in Gelsenkirchen erreicht „undenkbaren Wert“

Die Corona-Inzidenz in Gelsenkirchen steigt weiter. Am Dienstag erreicht sie einen für den Krisenstabsleiter „undenkbaren Wert“.

„Inzidenzwerte von über 300 in Gelsenkirchen habe ich noch vor drei Wochen für ausgeschlossen gehalten“, erklärt Gelsenkirchens Krisenstabsleiter Luidger Wolterhoff. „Die schon damals leicht über dem Bundes- und Landesschnitt liegende Impfquote von rund 73 Prozent hat bei mir zu dieser Einschätzung geführt. Eine starke Verbreitung vor allem unter jüngeren – oft  nicht geimpften – Menschen und Impfdurchbrüche haben aber leider dazu geführt, dass wir in so kurzer Zeit doch einen Wert von über 300 erreicht haben.“ Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut Robert-Koch-Institut (RKI) am Dienstag bei 301,4. „Damit hat meine Prognose nur knapp vier Wochen Bestand“, sagt Wolterhoff. „Das aktuelle Infektionsgeschehen zeigt einmal mehr die hohe Dynamik der Pandemie.“

Drohende Ausbreitung der Omikron-Virusvariante

Das bundesweit dynamische Infektionsgeschehen und die drohende Ausbreitung der Omikron-Virusvariante war auch Gegenstand einer Krisenstabssitzung am Montagnachmittag. Konkret ging es dabei unter anderem um die Möglichkeiten weiterer kontaktreduzierender Maßnahmen und eine mögliche Ausweitung der Maskenpflicht, sollte es in den nächsten Tagen nicht zu entsprechenden Regelungen auf Bundes- oder Landesebene kommen. „Da uns aber heute sehr zeitnah solche zusätzlichen Regelungen in Aussicht gestellt wurden, werden wir diese nun zunächst abwarten“, berichtet der Krisenstabsleiter am Montag.

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Angesichts der auch bundesweit hohen Inzidenzwerte ruft Luidger Wolterhoff die Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener auf, alle Kontakte soweit wie möglich herunterzufahren, die Abstandsregeln einzuhalten, möglichst in der Öffentlichkeit einen Mund- und Nasenschutz zu tragen und die vorhandenen Impfangebote zu nutzen. „Der wirksamste Schutz vor einer Infektion und einem schweren Verlauf ist immer noch die Impfung“, erklärt Wolterhoff.

Wiedereröffnung des Impfzentrums

Um der gestiegene Nachfrage nach einer Impfung gerecht werden zu können, will die Stadt Gelsenkirchen das Impfangebot weiter verstärken. Neben dem bestehenden Impfbus wird in den kommenden Tagen ein zweites mobiles Impfangebot auf den Weg gebracht. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz wird dann ein weiterer Impfbus auf Tour durch Gelsenkirchen gehen und ein niederschwelliges Angebot vor Ort machen. Auch die Vorbereitungen für die Wiedereröffnung des durch das Land geschlossenen Impfzentrums am 17. Dezember laufen auf Hochtouren.

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