Bogestra: Erster Elektrobus für Gelsenkirchen

Der erste E-Bus für Gelsenkirchen. –Foto: Gerd Kaemper

Bogestra: Erster Elektrobus für Gelsenkirchen

Grün ist er. Rundum. Die Bogestra geht den nächsten Schritt bei der E-Mobilität und stellt den ersten Elektrobus für Gelsenkirchen vor.

Der erste von insgesamt 20 reinen Elektrobussen ist da: Ende Juli ist er in Gelsenkirchen eingetroffen. Mit seiner grünen Beklebung sticht er hervor. Alle Fahrzeuge stammen von BYD Auto, einem der weltweit größten Elektrobus-Produzenten. Die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahn  übernimmt zusammen mit der Straßenbahn Herne – Castrop-Rauxel GmBH (HCR) für die Kooperation östliches Ruhrgebiet (KöR) die Testung von Elektrobussen. Die KöR umfasst sieben Partner-Nahverkehrsunternehmen. Die HCR hat zunächst zwei Busse angeschafft.

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Die neuen E-Busse der Bogestra sind rein elektrisch unterwegs. Da Laden erfolgt über einen Stromabnehmer auf dem Fahrzeugdach. Die sukzessive Schulung der Mitarbeiter*innenauf dem ersten Elektro-Bus wird laut Bogestra einige Monate dauern. Insgesamt werden mehrere hundert Fahrer*innen sowie Werkstattmitarbeiter*innen geschult.

Elektrobusse werden bis Ende September in Gelsenkirchen eintreffen

Die Ladeinfrastruktur auf den Bogestra-Betriebshöfen in Weitmar, Ückendorf und am Zentralen Omnibusbahnhof in Buer wird zurzeit aufgebaut. Die Busse verfügen ebenso wie die restliche Bogestra-Busflotte über eine Klapprampe, Videoschutz und sind klimatisiert. An Bord der E-Busse sind aber auch USB-Ladeanschlüsse vorhanden. Und es besteht die Möglichkeit im W-Lan kostenfrei zu surfen.

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Die weiteren 19 Fahrzeuge werden in zwei Lieferungen bis Mitte September zunächst in Gelsenkirchen eintreffen. Nach Inbetriebnahme sollen sie voraussichtlich ab Oktober auf den Linien 354 in Bochum und 380 in Gelsenkirchen eingesetzt werden. Diese werden dann rein mit E-Bussen betriebenen. Vereinzelt kommen die Busse aber auch auf weiteren Linien im Bogestra-Betriebsgebiet zum Einsatz. Die Linie 380 ist 23,5 Kilometer lang. Sie wird mit sieben Bussen besetzt. Auf der 32,6 Kilometer langen Linie 354 in Bochum werden fünf E-Bussen fahren. Die insgesamt 20 Busse werden je zur Hälfte in Ückendorf und in Weitmar stationiert.

Eiskirch: „Wichtiger Schritt für noch mehr Klimaschutz“

„Demnächst emissionsfrei und geräuscharm von Weitmar bis nach Riemke fahren zu können, ist ein wichtiger Schritt für noch mehr Klimaschutz vor Ort und zeigt, dass die Bogestra ihre Versprechen hält“, sagte Bochums Oberbürgermeister und Bogestra-Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Eiskirch sagte mit Blick auf die Klimabilanz. „Und ich freue mich darüber, dass bald weitere E-Busse eingesetzt werden.”

Die Zwischenladung der Busse der Linie 354 erfolgt nach mehreren Umläufen auf dem Bogestra-Betriebshof an der Hattinger Straße. In Gelsenkirchen geht es auf der Linie 380 vom Hauptbahnhof über die Kurt-Schumacher-Straße Richtung Buer. Hier steuern die Busse zur Zwischenladung die Endhaltestelle Buer-Rathaus an. Die Kapazität der Batterie von 348 kWh ermöglicht einen Einsatz auf einer Strecke von bis zu 200 Kilometer.

Gesamtinventionen von rund 16 Millionen Euro

„Mit diesen Anstrengungen zur Luftreinhaltung wird die Bogestra dann rund zehn Prozent ihres Bus-Fuhrparks rein elektrisch betreiben und damit die Nummer 1 im Ruhrgebiet sein. Und das ist ein wichtiger Beitrag zu unseren Klimaschutzaktivitäten in der Stadt“, sagte Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski. Bereits 2008 setzte die Bogestra mit dem Kauf des ersten Hybridbusses in NRW ein Zeichen für den Klimaschutz. 14 weitere Hybridbusse folgten, 2014 die ersten E-PKW. Vor drei Jahren stellte das Nahverkehrsunternehmen rund 2/3 einer Dienstwagenflotte auf E-Antrieb um.

Die neuen E-Busse sind rund 12 Meter lang. Sie können bis zu 75 Fahrgäste (34 Sitzplätze) befördern. Die Kosten für die reine Beschaffung der Busse liegen bei etwas mehr als neun Millionen Euro netto, Die Investition in die Infrastruktur beträgt rund sieben Millionen Euro. Beschafft werden können die Fahrzeuge dank der Förderung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie des Landes NRW durch den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr. Gefördert werden 80 Prozent der Mehrkosten eines Elektrobusses gegenüber einem Fahrzeug mit konventionellem Antrieb (60 Prozent durch das Land und 20 Prozent durch den Bund) sowie 90 Prozent der Ladeinfrastrukturkosten (Landesförderung).

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