Auch für die 2001 eröffnete Arena hatte Schalke eine Landesbürgschaft beantragt und bewilligt bekommen – allerdings nicht in Anspruch nehmen müssen. Foto: NBM

Finanzausschuss berät über Bürgschaft für Schalke

Was bereits vor über einer Woche, transportiert vom „Handelsblatt“, durchsickerte, bislang aber wegen der Verschwiegenheitspflicht noch nicht bestätigt wurde, ist nun quasi offiziell: Der FC Schalke 04 hat bei der Landesregierung eine Bürgschaft von 31,5 Millionen Euro für einen Kredit über insgesamt 35 Millionen Euro beantragt. Das berichten verschiedene Medien unter Berufung auf die Deutsche Presse-Agentur.

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Wie das Finanzministerium in einer Vorlage ausführt, stellt ein Fußballverein der 1. oder 2. Bundesliga „grundsätzlich ein gewerbliches Unternehmen im Sinne der Bürgschaftsrichtlinien dar“ – und ist damit antragsberechtigt. Weitere Anträge lägen zurzeit aber nicht vor. Über den Schalker Antrag soll offenbar am heutigen Freitag im nichtöffentlichen Teil der Sitzung des Haushalts- und Finanzausschusses diskutiert werden.

In finanziellen Turbulenzen

Der FC Schalke 04 ist in erhebliche finanzielle Turbulenzen geraten, die durch die Corona-Krise und die dadurch bedingten immensen Einnahme-Ausfälle noch weiter beschleunigt wurden. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hatte zuletzt ganz generell erklärt, dass in der Vergangenheit schon häufiger Sportvereinen durch Landesbürgschaften geholfen worden sei – bestätigt hatte Laschet eine Bürgschaft für Schalke allerdings auch nicht.

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Für Schalke selbst ist der Antrag auf eine Landesbürgschaft keine Premiere: Schon der Bau der Jahr 2001 eröffneten Arena war nur möglich, weil das Land Nordrhein-Westfalen eine 80-prozentige Ausfallbürgschaft auf die von Schalke aufgenommenen Darlehen übernommen hatte. Finanziell „einspringen“ musste das Land allerdings nicht – Schalke hat die Darlehens-Raten pünktlich zurückbezahlt.

Keine Finanzierung von Spielern

Offiziell deklariert ist der neue Schalker 35-Millionen-Euro-Kredit als „Betriebsmittel-Darlehen“. Was das bedeutet, erklärte Schalkes Marketing-und Kommunikationsvorstand Alexander Jobst in einem Interview. Neue Spieler, so Jobst, dürften davon nicht finanziert werden.

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