Frank Baranowski

Im MiR wurde Frank Baranowski verabschiedet. Foto: Gerd Kaemper/Stadt Gelsenkirchen

Nach 16 Jahren und drei Amtszeiten als Oberbürgermeister von Gelsenkirchen hat sich Frank Baranowski am 4. Oktober offiziell verabschiedet.

In einer aufgrund der Corona-Hygieneregeln stark reduzierten Veranstaltung im Musiktheater im Revier (MiR) haben Weggefährten aus Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft die Gelegenheit genutzt, um „Auf Wiedersehen“ zu sagen, wie auch der Titel der Vormittagsveranstaltung lautete. Eines der größten Abschiedsgeschenke für den scheidenden Oberbürgermeister dabei: Die Neue Philharmonie Westfalen unter Leitung von GMD Rasmus Baumann spielte einige ausgewählte Lieblingstitel Baranowskis.

Rückblick auf die gemeinsame Zeit

In zwei Talkrunden blickten unter anderem Regierungspräsidentin Dorothee Feller, der Stadtverordnete und ehemalige Bürgermeister Klaus Hermandung, MiR-Generalintendant Michael Schulz sowie enge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Oberbürgermeisters auf die gemeinsame Zeit mit Frank Baranowski zurück. Dabei betonte die Regierungspräsidentin die vertrauensvolle Zusammenarbeit in den letzten Jahren, durch die es gelungen sei, gemeinsam die Interessen des nördlichen Ruhrgebiets auch gegenüber der Landesregierung in Düsseldorf zu vertreten.

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Michael Schulz hob hervor, dass es nicht selbstverständlich sei, dass gerade in Städten mit angespannter Finanzlage Oberbürgermeister so hinter ihren Kultureinrichtungen stehen wie in Gelsenkirchen. „Als ich meinen Kollegen in anderen Städten einmal erzählt habe, dass sich der Oberbürgermeister per SMS bei mir entschuldigt hat, dass er nicht zu einer Premiere kommen konnte, haben die mich nur ungläubig angesehen“, berichtete Schulz.

„Kontrollverlust nur schwer zu ertragen”

Frank Baranowski, für den Inhalt und Ablauf der Veranstaltung eine Überraschung waren, bekannte im Gespräch mit Moderator Matthias Bongard augenzwinkernd: „Dieser Kontrollverlust heute Morgen hier ist für mich nur schwer zu ertragen. Aber das muss ich jetzt lernen: Loslassen.“ Etwas Zeit dazu ist noch. Bis zum 31. Oktober 2020 ist Frank Baranowski noch im Amt, bevor am 1. November dann die neue Oberbürgermeisterin Karin Welge übernimmt.

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„Ich möchte vor allem Danke sagen, dass ich 16 Jahre lang Oberbürgermeister dieser Stadt sein durfte und dass ich so viele Menschen um mich herum in Politik, in Stadt und in Verwaltung hatte, die ein großes Interesse an Gelsenkirchen haben und daran, wie sich Dinge hier weiterentwickeln, die alle hoch motiviert waren und sind, Dinge zu gestalten – auch wenn es oft schwer ist“, so Frank Baranowski, dessen abschließende Worte im Großen Haus des Musiktheaters mit viel Applaus bedacht wurden.

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