Das Gelsenkirchener Frauenhaus hat eine Spende von 1.000 Euro erhalten. Zusammengekommen ist die Summe bei einer Sammlung.
Spendenübergabe: (v. l.) Kieferorthopädin Sara Toye und Diplom-Pädagogin Nicole Grobe vom Frauenhaus Gelsenkirchen. Foto: Privat

Gelsenkirchen: Frauenhaus erhält Spende

Das Gelsenkirchener Frauenhaus hat eine Spende von 1.000 Euro erhalten. Zusammengekommen ist die Summe bei einer Sammlung.

Die kieferorthopädische Praxis von Sara Toye in Buer hat dieses Jahr wieder für einen guten Zweck gesammelt. Es kam ein Betrag von 300 Euro zusammen, den die Fachärztin auf 1.000 Euro erhöhte. Die Finanzspritze kommt in diesem Jahr dem Frauenhaus in Gelsenkirchen zu Gute.

Toye: „Viele Frauen erleben täglich Gewalt“

„Viele Frauen erleben täglich Gewalt. Das Frauenhaus leistet hier einen wichtigen Beitrag, um körperlich und seelisch misshandelten Frauen und ihren Kindern neue Hoffnung und einen sicheren Ort zu geben. Diese wertvolle Arbeit möchten wir mit unserer kleinen Spende unterstützen und damit gleichfalls ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzen“, erklärt Kieferorthopädin Sara Toye.

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Diplom-Pädagogin Nicole Grobe vom Frauenhaus nahm die Spende entgegen. „Mit diesem Betrag können wir die Frauen und ihre Kinder auf ihrem Weg in ein neues und gewaltfreies Leben unterstützen. Neben einem Ausflug mit den Frauen und ihren Kindern, wird von der Spende auch eine dringend benötigte Waschmaschine angeschafft“, sagt Grobe. In der Corona-Krise hat die häusliche Gewalt zugenommen. „Wir haben hier einen vermehrten Bedarf an Beratungen festgestellt. Fast jede vierte Frau wird in ihrem Leben Opfer von häuslicher Gewalt“, führt die Diplom-Pädagogin weiter aus.

Platz für zwölf Frauen und acht Kinder

Das Frauenhaus Gelsenkirchen ist autonom und wird vom Verein Frauen helfen Frauen e. V. getragen, der sich 1977 gegründet hat. Ein ehrenamtlich tätiger Vorstand ist bestrebt, die Grundlagen für die Existenz des Frauenhauses Gelsenkirchen zu schaffen und zu erhalten. Die Einrichtung bietet bis zu zwölf Frauen und acht Kindern, unabhängig von Herkunft und Einkommen, Schutz und einen anonymen Rückzugsort, wo sie über ihre Erfahrungen sprechen und ihre Ängste verarbeiten können.

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