Traf zum 4:1 gegen Nürnberg: Ko Itakura. Foto:  Rabas (Archiv)

In aller Freundschaft: Schalke schlägt den 1. FC Nürnberg mit 4:1

Schalke schlägt den 1. FC Nürnberg mit 4:1,  trotz großer Personal-Not. Im Kampf um den Wiederaufstieg bringen die Königsblauen sich damit nun richtig in Stellung.

Schalkes ohnehin schon angespannte Personalsituation hatte sich vor dem Spiel noch verschärft: Nach Simon Terodde, Marius Bülter und Danny Latza musste sich mit Dominick Drexler (muskuläre Probleme) der vierte „Hochkaräter“ abmelden – für den Mittelfeldspieler rutschte Blendi Idrizi in die Startelf, in der außerdem auch Darko Churlinov als stürmische Unterstützung für Marvin Pieringer stand. Auf der rechten Seite hatte sich das Schalker Trainer-Team um den wegen seiner Corona-Infektion noch abwesenden Dimitrios Grammozis und seinen Vor-Ort-Vertreter Sven Piepenbrock für Reinhold Ranftl anstelle von Mehmet Aydin entschieden.

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Auch Drexler fehlte

​15.000 Zuschauer (mehr waren nicht zugelassen) sahen im Duell der befreundeten Traditions-Vereine eine frech beginnende Schalker Mannschaft, mit der die Gäste nicht so richtig viel anfangen konnten. Nach ungefähr zehn Minuten bekam Nürnberg das Geschehen aber besser unter Konrolle und hatte durch einen Kopfball an den Pfosten durch Manuel Schäffler auch die erste ganz dicke Chance des Spiels.

Churlinovs beherzter Auftritt


Aber Schalke antwortete – und zwar durch Darko Churlinov. Endlich in seiner Lieblingsrolle offensiv eingesetzt legte er einen beherzten Aufritt hin, vor allem in der 20. Minute. Churlinov tanzte erst seinen Gegenspieler aus, zwang Nürnbergs Torhüter Christian Mathenia mit seinem Schuss dann zu einer Rettungs-Abwehr, die Thomas Ouwejan per „Abstauber“ zum 1:0 ausnutzte.

Nürnberg, mit der besten Abwehr der Liga angereist, hatte seine Mühe und Not mit Schalkes mutig aufspielender Mannschaft. Churlinov, Idrizi und Rodrigo Zalazar ließen der Club-Defensive kaum Zeit zum Luftholen, auch Ouwejan und Ranftl schalteten sich immer wieder ein. Churlinov (28.), Idrizi und Ranftl mit einer Doppelchance (30.), Victor Palsson mit einem Kopfball neben das Tor (43.) und Idrizi mit einem Schuss, den Mathenia hielt (45.), hatten die größten Schalker Chancen.

Idrizi-Schuss abgefälscht – 2:1

Mächtig Glück hatte Schalke, als Mats Möller Daehli einen Lapsus von S04-Torhüter Martin Fraisl nicht bestrafte und Schiedsrichter Tobias Reichel ein Nürnberger Tor wegen angeblicher Abseitsstellung nicht anerkannte – trotzdem: Die Torschussbilanz von 17:6 zur Halbzeit sprach klar für Schalke.

Kurz nach Wiederanpfiff gab es an einem kühlen Dezember-Abend die kalte Dusche: Schäffler legte per Kopf auf Fabian Nürnberger ab, der erzielte das 1:1 (49.) – da hatte Schalkes Abwehr nicht aufgepasst. Schalke ließ sich zwar auch davon nicht unterkriegen, spielte die Angriffe aber nicht mehr so forsch aus wie in Hälfte eins, hatte dann aber das Glück der Tüchtigen: Nach einer Ecke von Ouwejan fälschte Schäffler einen Schuss von Idrizi ab zum 2:1 für Schalke (66.).

Zalazar bereitet 3:1 vor


In der Schlussphase, die überschattet wurde durch die hoffentlich nicht allzu schwere Verletzung des Nürnbergers Enrico Valentini, gelang es Schalke ausgezeichnet, Nürnberg vom Tor fernzuhalten. Dafür holte Schalke noch einmal zum Gegenschlag aus: Einen Fernschuss von Zalazar ließ Mathenia nach vorn abprallen, Churlinov belohnte sich für seine starke Leistung und schob den Abpraller zum 3:1 ins Tor. Ko Itakura gelang in der Nachspielzeit sogar noch das 4:1.

Ein ganz wichtiger Sieg für Schalke: Weil er im Aufstiegskampf drei wertvolle Punkte bringt und weil die Königsblauen gezeigt haben, dass sie auch gegen die Top-Teams der Liga gewinnen können – und das sogar stark ersatzgeschwächt.

Norbert Neubaum
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