Sie geben sich als Enkel, Polizisten oder Wasserwerker aus – die Polizei warnt vor Betrügern, die zurzeit vermehrt in Gelsenkirchen aktiv sind.
Polizeiauto. Symbolfoto: Pixabay

Gelsenkirchen: Polizei warnt vor Betrügern

Sie geben sich als Enkel, Polizisten oder Wasserwerker aus – die Polizei warnt vor Betrügern, die zurzeit vermehrt in Gelsenkirchen aktiv sind.

„Sie kontaktieren ihre Opfer per Telefon, über Whatsapp oder stehen direkt vor der Tür“, erklärt die Polizei Gelsenkirchen. „Ziel der Betrüger ist es, mit all diesen Maschen an das Ersparte der Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener zu gelangen.“ Die Polizei warnt deshalb davor, Geld an Unbekannte zu übergeben oder zu überweisen. Wenn angebliche Verwandte am Telefon angeben, in Not zu sein und dringend Geld zu benötigen, sollten sich die Angerufenen immer rückversichern.

Betrüger machen immer wieder Beute

Trotzdem gelänge es Betrügern immer wieder mit leicht abgewandelten Tricks, Beute zu machen. So geschehen am Mittwoch, als der Computerbildschirm einer 73-Jährigen in Scholven plötzlich schwarz wurde. Daraufhin rief die Gelsenkirchenerin eine auf dem Bildschirm aufleuchtende Nummer an. Am anderen Ende nahm ein angeblicher Mitarbeiter von Microsoft das Gespräch entgegen. Der Mann mit spanischem Akzent erzählte der 73-Jährigen von einem russischen Virus, der ihr Gerät befallen habe.

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Er erhielt Zugriff auf den Computer und forderte die Frau für die anfallende Virusbeseitigung auf, eine Guthaben-Karte für den Google-Play-Store, eine digitale Einkaufsplattform, zu erwerben. Der Aufforderung kam die Seniorin nach und erwarb in einem Geschäft die Karte mit einem Aufladungsbetrag von mehreren hundert Euro. Dann gab sie dem falschen Microsoft-Mitarbeiter den auf der Karte befindlichen Aktivierungscode durch. Anschließend beendete der Betrüger erst den Fernzugriff auf das Gerät und dann das Telefongespräch.

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