Huub Stevens steht Christopher Schmitt Rede und Antwort. Foto: Schmüdderich

Huub Stevens engagiert sich beim Niederlande-Tag

Diesmal geht es weniger um Fußball. Schalkes Jahrhundertrainer Huub Stevens ist am 21. April beim Niederlande Tag zu Gast.

Wenn jemand Erfolgsfaktoren für die deutsch-niederländische Zusammenarbeit kennt, dann Huub Stevens. Der Niederländer und Jahrhunderttrainer des FC Schalke 04 ist als Gastredner beim Niederlande Tag 2021 am 21. April dabei, um Unternehmen beider Länder mit seiner Erfahrung zu motivieren, noch stärker zu kooperieren.

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Die Veranstaltung der Deutsch-Niederländischen Handelskammer und der IHK Nord Westfalen, die ursprünglich live im Gelsenkirchener Wissenschaftspark stattfinden sollte, wird nun online von 15 bis 17.30 Uhr durchgeführt.

Für Huub Stevens sind es nicht immer die Gemeinsamkeiten, die die Zusammenarbeit von Deutschen und Niederländern für beide Seiten wertvoll machen. „Unsere beiden Länder liegen so nah beieinander, aber die Art, wie Geschäfte gemacht werden, ist doch total unterschiedlich“, betont er in einem Interview mit dem Gelsenkirchener Stadtrat Dr. Christopher Schmitt die kulturellen Unterschiede, von denen beide Seiten aber lernen könnten.

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Erstklassige Wirtschaftsbeziehungen

Stevens: „Die Deutschen sind viel besser organisiert und disziplinierter, aber wir Niederländer sind viel lockerer und auch viel kreativer in vielen Bereichen. Und das ist der Grund, warum wir Niederländer, obwohl wir so ein kleines Land sind, uns in der Welt so gut behaupten können.“ Ein Video mit dem vollständigen Interview steht nach dem NiederlandeTag auf der Internetseite der Veranstaltung zur Verfügung.

Während Stevens Schalkern aktuell der sportliche Abstieg droht, sind die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden nach wie vor erstklassig. Auch im Corona-Jahr 2020 waren die Niederlande wieder Handelspartner Nummer Eins für das Bundesland. 16,8 Prozent aller Importe kamen aus dem Nachbarland. 10,9 Prozent aller Exporte gingen ins Nachbarland.

Kurze Wege, kulturelle Nähe

Von den engen Verflechtungen, den kurzen Wegen und der kulturellen Nähe profitieren viele Unternehmen im Ruhrgebiet. Zum Beispiel auch Masterflex SE in Gelsenkirchen. „Speziell in den Niederlanden gab es für uns seit vielen Jahren die Möglichkeit, in den Bereichen Chemie- und Anlagenbau sowie Robotik und Semiconductor erfolgreich mit einigen sehr starken niederländischen Handels- und Projektpartnern zusammen zu wachsen. Insbesondere die hohe Technikaffinität und Zukunftsorientierung der niederländischen Kolleginnen und Kollegen, vor allem im internationalen Projektgeschäft, birgt ein großes Potenzial, mit unserem beratungsorientierten Geschäftsmodell die Anforderungen unserer Kunden mehr als zu erfüllen“, berichtet Dr. Andreas Bastin, Vorstandsvorsitzender beim Hersteller von Verbindungs- und Schlauchsystemen.

Die Teilnahme am NiederlandeTag kann er jedem international ausgerichteten Unternehmen nur empfehlen. Bastin: „Das ist eine gute Gelegenheit, sich mit den kulturspezifischen Vorzügen von Geschäftsbeziehungen in diesem Land vertraut zu machen.“

Innovationsthemen dominieren

Innovationsthemen dominieren das Programm. In Workshops geht es um Smart Industries sowie Digitalisierung in der Agro- und Foodindustrie. Regionale Wirtschaftsförderungsinitiativen präsentieren zudem die Innovationskraft der niederländischen Regionen Brabant, Ostniederlande und Limburg. Deutsche Unternehmen erhalten dabei einen Überblick über Fieldlabs und Open-Innovation-Zentren, die Kooperationsmöglichkeiten auf dem niederländischen Markt bieten.

Mehr Informationen und Anmeldung: Britta Schneider, IHK Nord Westfalen, Telefon 0209 388-553, bschneider@ihk-nw.de, oder unter: www.niederlandetag.de

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