Lichtertage nur noch alle zwei Jahre

Vier Jahre lang bespielen die „Goldstücke“ alljährlich die Buersche Innenstadt. Doch ab diesem Jahr ist das anders.
Lichtertage nur noch alle zwei Jahre

Hingucker: Die Goldstücke 2021. Foto: André Przybyl

Seit 2019 lassen die „Goldstücke“ alljährlich Anfang Oktober Buer erstrahlen – mit Lichtkunst in Leerständen und im öffentlichen Raum sowie mit fantasievoll kostümierten Stelzenläufern und Tänzerinnen. Doch nicht in diesem Jahr. Die Stadt hat entschieden, die Lichtertage nur noch alle zwei Jahre zu veranstalten.

„Das Programm soll besser werden“, begründet Andrea Rohmert vom Kulturreferat der Stadt die Entscheidung, die „Goldstücke“ nicht mehr jährlich durchzuführen. Letztlich sei es eine Frage des Geldes. „Hochwertige Lichtkunst ist nicht billig – und wir möchten uns in unserer Auswahl nicht aufgrund des Budgets einschränken.“ 45.000 Euro hatte die Stadt im vergangenen Jahr für die Buerschen Lichtertage bereitgestellt. „Wenn die ‚Goldstücke‘ nur noch alle zwei Jahre stattfinden, steht uns der doppelte Betrag zur Verfügung“, sagt Rohmert.

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Am Konzept solle sich nichts ändern. Seit ihrer Premiere im Jahr 2019 bespielen die „Goldstücke“ mit Lichtkunst Leerstände und den öffentlichen Raum in der Innenstadt von Buer. Regelmäßig mit von der Partie sind unter anderem der Goldbergpark, das Kunstmuseum und die Kirche Sankt Urbanus. Ergänzt werden die Installationen durch ein Rahmenprogramm mit Stelzenläufern, Tänzerinnen und Akrobaten, die an ausgewählten Tagen in der Innenstadt unterwegs sind.

An ähnlichen Veranstaltungen wie „Recklinghausen leuchtet“ oder dem „Parkleuchten“ im Essener Grugapark sollen sich die „Goldstücke“ nicht orientieren. „Von Anfang an wollten wir ein eigenes Profil entwickeln und hochwertige Lichtkunst im öffentlichen Raum präsentieren“, erklärt Rohmert. Diesen Kurs wollten das Kulturreferat und das Gelsenkirchener Kunstmuseum, die die Lichtertage gemeinsam auf die Beine stellen, auch zukünftig verfolgen. Wer die kommenden „Goldstücke“ im Herbst 2024 künstlerisch leitet, steht noch nicht fest. Im vergangenen Jahr hatte Bettina Pelz erstmals diese Position inne. Andrea Rohmert erwartet eine Entscheidung zum Ende des Jahres. „Dann sind die Verträge unterschrieben“, sagt sie.

André Przybyl

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