Michael Eichholz mit Verdienstmedaille geehrt

Oberbürgermeisterin Karin Welge hat am Dienstag die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Michael Eichholz überreicht.
Michael Eichholz mit Verdienstmedaille geehrt

Am Dienstag, 6. Juni, hat Oberbürgermeisterin Karin Welge die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Michael Eichholz überreicht.

Seit vielen Jahren setzt sich der Gelsenkirchener Michael Eichholz für die Rechte schwerbehinderter und schwersterkrankter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei einem führenden europäischen Nutzfahrzeughersteller und Anbieter von Transportlösungen ein. Dieses Engagement wurde nun gewürdigt. Am Dienstag, 6. Juni, hat Oberbürgermeisterin Karin Welge die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Michael Eichholz überreicht.

Lobbyarbeit für Menschen mit Behinderung

Im Jahr 2007 wurde Michael Eichholz zum Schwerbehindertenvertrauensmann seiner Firma gewählt. Seit 2009 ist er Stellvertreter in der Gesamtschwerbehindertenvertretung. Dieses Engagement ist Michael Eichholz persönlich so wichtig, dass er die ihm angebotenen beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten hintenangestellt hat, um weiterhin die Begleitung und Beratung von erkrankten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit der gleichen Intensität wie bisher ausüben zu können. Zur Umsetzung seiner Ziele betreibt Herr Eichholz in einem herausragenden Maß unermüdlich Lobbyarbeit für Menschen mit Behinderung, heißt es in der Ordensbegründung.

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Karin Welge zeigte sich von der Begründung beeindruckt, vor allem weil sie einen wichtigen Punkt benennt: „Es gibt durchaus Wege in einer auf Rendite ausgerichteten Unternehmenswelt, den und die Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Und das beeindruckt mich persönlich mit am meisten: Dass es Ihnen in Ihrem Wirken immer um konkrete Personen geht, um Menschen mit Handicaps, aber eben auch Fähigkeiten – und dass Sie beides sehen, die Menschen und ihre Fähigkeiten!“

Einsatz für gelebte inklusive

Beispielhaft ist sein Einsatz für einen Kollegen, der an einem Hirntumor erkrankte. Michael Eichholz trug maßgeblich zur Wiedereingliederung des Mitarbeiters bei. Angeleitet von Michael Eichholz wurde eine Vorrichtung gebaut, um dem erkrankten Mitarbeiter bei einem möglichen epileptischen Anfall oder gar im Fall von Ohnmacht auf einer Arbeitsbühne auch in mehreren Metern Höhe abzusichern und gleichzeitig ein Hilfesignal abzusetzen.
Darüber hinaus macht sich Michael Eichholz für junge Menschen mit körperlichen Einschränkungen stark, um ihnen eine Berufsausbildung mit dem Ziel der Festanstellung zu ermöglichen.

Karin Welge: „Das, was wir heute ehren, auszeichnen und feiern wollen, ist Ihr Einsatz für gelebte Inklusion am Arbeitsplatz, der weit über gesetzliche oder sonstige Vorgaben hinausgeht. Wir freuen uns darüber, weil diese Arbeit einfach wichtig ist! Und weil es nötig ist, ab und an die Aufmerksamkeit genau darauf zu lenken, auf solche Verdienste – in einer Gesellschaft, der es sehr oft und für mein Empfinden doch manchmal zu oft gelingt, sich von dem Wesentlichen abzulenken.“

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