Michael Gregoritsch: Seine Zeit auf Schalke nähert sich wohl dem Ende.  -Foto: Schalke 04

Michael Gregoritsch: Keine Freude über das Wiedersehen

Am Sonntag spielt Michael Gregoritsch mit Schalke gegen den FC Augsburg. Jetzt spricht die Leihgabe vom FCA über seine Zukunft.

So hatte sich Michael Gregoritsch das Wiedersehen mit dem FC Augsburg sicherlich nicht vorgestellt. Mit dieser Aussage sind jedoch nicht die ungewöhnlichen Rahmenbedingungen in Corona-Zeiten gemeint, unter denen die Partie am Sonntag stattfinden wird, sondern die sportliche Bedeutung, die der vom FC Augsburg ausgeliehene Stürmer bei den Königsblauen hat.

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Diese ist – höflich formuliert – viel geringer als von Gregoritsch erhofft und erwartet. Denn der Angreifer hat es seit seiner Ausleihe in der Winterpause nur sechsmal in die Schalker Startelf geschafft, wobei seine Einsatzminuten kontinuierlich abgenommen haben. Ganz bitter für Gregoritsch: Im Derby in Dortmund nutzte Trainer David Wagner das neue Wechselkontingent von fünf Spielern voll aus – doch der Österreicher blieb 90 Minuten auf der Ersatzbank.

Nach dem starken Debüt kam nichts mehr

Dabei hatte sein Pflichtspieldebüt für die Königsblauen zu den schönsten Hoffnungen berechtigt. Beim 2:0-Heimerfolg gegen Borussia Mönchengladbach zum Auftakt der Rückrunde spielte Gregoritsch so, als wäre er schon jahrelang bei den Blau-Weißen unter Vertrag. Ein Tor und ein Assist waren der Lohn für eine bärenstarke Leistung und hervorragende Kritiken vieler Medien.

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Schaut man sich jetzt die Spielerstatistiken der Schalker Kicker an, kommt man an der betrüblichen Tatsache nicht vorbei, dass sich die Zahl der Tore und Assists im Vergleich zum Gladbach beim Österreicher überhaupt nicht verändert haben. Deshalb deutet alles darauf hin, dass der Angreifer seine Zelte am Saisonende auf Schalke schon wieder abbrechen muss und zum FC Augsburg zurückehrt, wo er allerdings auch einen schweren Stand haben dürfte.

In Augsburg auf dem Abstellgleis

Diese Partie wird „etwas Besonderes“ für den 26-Jährigen sein, denn er will es seinem Ex-Klub zeigen. „Vielleicht war es ein Fehler, dass ich damals nicht gespielt habe“, sagte der gebürtige Grazer gegenüber Sky Austria und bezieht sich dabei auf seinen nicht konfliktfreien Abschied bei den Fuggerstädtern.

Zweieinhalb Jahre stand er in Augsburg unter Vertrag. Dort war der 17-fache Nationalspieler lange Stammspieler, ehe er zu Beginn der Saison 2019/20 aufs Abstellgleis gestellt wurde. „Ich habe in den Jahren davor 21 Tore gemacht in Augsburg, das wurde ein bisschen vergessen“, sagte Gregoritsch, der in der Hinrunde für Augsburg nur noch Ergänzungsspieler war.

Das ist er zu seinem Leidwesen nun auch auf Schalke. Deshalb verwundert es nicht, wenn Gregoritsch sagt: „Stand jetzt gehe ich zurück“.

Frank Leszinski

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