Die Zukunft von Jonjoe Kenny (r.) auf Schalke ist noch nicht entschieden.  -Foto: NBM

Schalke 04 und die Wochen der Wahrheit

Wie hat der FC Schalke 04 die peinliche 0:4-Derbypleite in Dortmund und den Absturz auf Platz acht verkraftet? Nach den Worten von Jonjoe Kenny besteht kein Grund zur Panik.

Jonjoe Kenny ist weiterhin fest von der Qualität des Schalker Kaders überzeugt. „Solche Phasen, wo es sportlich nicht läuft, gibt es in jeder Saison. Wir arbeiten alle sehr hart, damit es am Sonntag gegen Augsburg besser läuft“, betonte der 23-Jährige in einer Medienrunde.

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Das muss es aus Schalker Sicht auch, denn nach acht Bundesligaspielen in Folge ohne Sieg muss Schalke im ersten Geister-Heimspiel seiner Bundesligageschichte unbedingt die ergebnismäßige Wende schaffen, um nicht im sportlichen Mittelmaß zu versinken.

Kenny schweigt zu seiner Zukunft

Ohne die Qualifikation für die Europa League wäre der finanzielle Spielraum für Sportvorstand Jochen Schneider für die Kaderplanung noch mehr eingeschränkt und der vom FC Everton ausgeliehene Kenny kaum zu halten sein. Eine feste Verpflichtung schloss Schalke-Trainer David Wagner bereits vor Wochen gegenüber Sky Sports aus. „Es sieht so aus, als hätten wir nicht die finanzielle Kraft, ihn zu kaufen“, sagte der 48-Jährige.

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Dass eine Entscheidung über seine Zukunft schon gefallen ist, mochte Kenny am Mittwoch nicht bestätigen. „Wir haben noch acht Spiele vor uns. Das ist das, worauf ich mich konzentriere“, sagte Kenny. Sein Fokus liege ausschließlich auf den Partien, die Schalke noch vor der Brust habe. „Wenn die Saison zu Ende ist, werden wir sehen, was passiert“, so der Engländer, der damit eine Festlegung vermied.

Kehrt Ozan Kabak zurück?

Dass Everton den Rechtsverteidiger mit Offensivqualitäten liebend gern wieder in seinen Reihen sehen würde, kann man nachvollziehen. Denn der Brite hatte auf Schalke überhaupt keine Anpassungsprobleme und war bei Wagner schnell als Stammspieler gesetzt. Nur Dauerbrenner Bastian Oczipka (26 Spiele) und Amine Harit (25) kamen in der Bundesliga in der laufenden Saison öfter zum Einsatz als Kenny (24).

Der Brite könnte am Sonntag in einer neuen Schalker Abwehrformation stehen, denn Ozan Kabak macht so große Fortschritte, dass er gegen den FC Augsburg in die Startelf zurückehren könnte. Defensive Stabilität haben die Königsblauen dringend, denn die Klatschen bei den Bayern (0:5), gegen RB Leipzig (0:5) und in Köln (0:3) sind noch in allzu schlechter Erinnerung.

Schwache Laufleistung

Auch die Schalker Laufleistung im Derby (107,8 km) war sehr schwach. Kein Bundesliga-Team lief an diesem Spieltag weniger. Bastian Oczipka wehrt sich gegen den Verdacht, dass sich das Team in der Corona-Pause auf die faule Haut gelegt habe. „Wir haben hart und intensiv gearbeitet. Aber es liegt noch weitere Arbeit vor uns“, so Oczipka auf der Homepage des Vereins. Der 31-Jährige ist zuversichtlich, dass seine Mannschaft aus der schmerzhaften Derby-Niederlage lernen werde. Zumal man jetzt wisse, wie es sich anfühlt, wenn im Stadion keine Zuschauer sind. „Diesen Erfahrungswert haben wir nun“, so Oczipka.

Frank Leszinski

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