Musiktheater startet Online-Spieplan

Am 21. Mai 2021 startet der neue Streaming-Spielplan des MiR mit einer einzigartigen Live-Vorstellung der Wunschkonzertshow „Fifty-Fifty“. Doch damit nicht genug.

Am 21. Mai 2021 startet der neue Streaming-Spielplan des MiR mit einer einzigartigen Live-Vorstellung der Wunschkonzertshow „Fifty-Fifty“. Doch damit nicht genug, denn auch an den darauffolgenden Wochenenden bietet das MiR nun Theater für Zuhause. In dieser Mischung ist für jeden etwas dabei, denn das Angebot für die nächsten Wochen reicht von Tanz über Musical bis hin zu Dokumentationen ausgewählter Produktionen. Über das Streamingportal „dringeblieben“ werden die Videos in unterschiedlichen Formaten (Live-Stream oder Video-On-Demand) und zu individuellen Preisen bzw. mit Spendenmöglichkeit angeboten. Eine Übersicht aller Angebote gibt es auf mir.ruhr/streams

Charlotte Katzer spielt Kate Monster –Fotos: Björn Hickmann

 

Am 21. Mai 2021 startet der neue Streaming-Spielplan des MiR mit einer einzigartigen Live-Vorstellung der Wunschkonzertshow „Fifty-Fifty“. Doch damit nicht genug, denn auch an den darauffolgenden Wochenenden bietet das MiR nun Theater für Zuhause. In dieser Mischung ist für jeden etwas dabei, denn das Angebot für die nächsten Wochen reicht von Tanz über Musical bis hin zu Dokumentationen ausgewählter Produktionen. Über das Streamingportal „dringeblieben“ werden die Videos in unterschiedlichen Formaten (Live-Stream oder Video-On-Demand) und zu individuellen Preisen bzw. mit Spendenmöglichkeit angeboten. Eine Übersicht aller Angebote gibt es auf mir.ruhr/streams

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21. Mai, 19 Uhr Fifty-Fifty: Wir sagen Tschüss. Unerhörtes aus Vol. 3

Ein Livestream, der gleichermaßen Wiedersehen und Abschied wird: am 21. Mai 2021 präsentiert das MiR die Wunschkonzertshow „Fifty-Fifty“ zum letzten Mal. Dabei braucht das beliebte Format die Zuschauer*innen erneut vor den Bildschirmen, denn wie gewohnt kann das Publikum über einigeStücke des Abends live abstimmen. „So sehr ich mich auf diesen Abend freue, tue ich dies mit einem lachenden und einem weinenden Auge, denn wir werden uns hierbei auch von zwei langjährigen Kolleg*innen verabschieden müssen“, erklärt Showmaster Carsten Kirchmeier die Besonderheitdieses Abends.

Die Publikumslieblinge Anke Sieloff, Christa Platzer, Joachim G. Maaß und Sebastian Schiller präsentieren die Songs aus Fifty-Fifty Vol. 3, die bisher noch nicht vor Zuschauer*innen dargeboten wurden. Auch die Band rund um den musikalischen Leiter des Abends Wolfgang Wilger ist wieder mit von der Partie. Diese letzte Show markiert auch den Abschied von zwei Ensemblemitgliedern – Joachim G. Maaß und Christa Platzer.

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23., 30. Mai und 6. Juni, 19:30 Uhr Avenue Q – Musical von Robert Lopez, Jeff Marx und Jeff Whitty

Endlich New York! Hier kann der College-Abgänger Princeton seine Bestimmung suchen. Erschwinglich ist für ihn aber nur die Bruchbude in der Avenue Q, berühmt für günstige Mieten und gute Gelegenheiten, ausgeraubt zu werden. Wer hier wohnt, hat seine Erwartungen auf null geschraubt oder klammert sich hartnäckig an den American Dream. Der ehemalige Kinderstar Macaulay Culkin fungiert als Hausmeister, der verkannte Komiker Brian schafft es nicht, über seine Arbeitslosigkeit hinwegzutäuschen und die naive Praktikantin Kate träumt davon, eine eigene Schule nur für Monster zu eröffnen.

Die Avenue Q beherbergt nämlich nicht nur die unterschiedlichsten Menschen, sondern auch unterschiedliche Wesen. Und vielleicht findet auch Princeton hier seinen Platz im Leben. Als erstes Musical am MiR wagt „Avenue Q“ den Sprung von der Bühne auf den Bildschirm.

Ab 29. Mai, 19:30 Uhr Opernstudio NRW – Meisterkurs

In wenigen Tagen einen gesanglichen Sprung machen, Mut für neue Wege und Klangfarben und Bestätigungen für den eigenen Berufsweg bekommen. Die Chance dazu bietet für junge Sänger*innen ein Meisterkurs. Angeleitet von einem Profi, können die Teilnehmenden in einem geschützten Raum ihr bisher Gelerntes zeigen und ausbauen. Auch das Ensemble des Opernstudio NRW hat im Zuge seines Engagements sechsmal pro Spielzeit die Möglichkeit, im Rahmen solcher Kurse zu wachsen.

Im April 2021 lud das Musiktheater im Revier dazu den Bariton Johannes Martin Kränzle als Meister ins Haus. Kränzle, der in der Kritikerumfrage der Opernwelt zweifach zum „Sänger des Jahres“ gekürt wurde und mit seiner Stimme auf den großen Bühnen der Welt steht, unterrichtete sieben Sänger*innen und die Pianistinnen des Opernstudios NRW. Gemeinsam wurde intensiv geprobt, an Stimmen, Partien und ihrer Farbigkeit gearbeitet. In den Probentagen profitierten die Nachwuchsmeister von Kränzles Erfahrungen und Einblicken in den Berufsalltag als Sänger.

Meisterkurs-Dokumentation: In der dreißigminütigen Dokumentation begleiten Sie das Opernstudio auf dieser Reise. Bekommen Sie einmalige Eindrücke von diesem Meisterkurs, erlebenden Berufsalltag des (Nachwuchs-)Sängers und hören, wie facettenreich Stimme sein kann.

Abschlusskonzert des Meisterkurses: Abschluss eines Meisterkurses ist ein Konzert, bei dem die Sänger*innen das Einstudierte der Öffentlichkeit präsentieren können. Coronabedingt konnte dies leider nicht stattfinden. Daher bietet das MiR mit dieser Aufzeichnung allen Interessierten die Möglichkeit, ausgewählte Arien und Lieder der teilnehmenden Sänger*innen und der Pianistinnen des Opernstudio NRW zu Hause erleben zu dürfen.

04., 12. Und 20 Juni, 19:30 Uhr Einblicke in: Giulio Cesare

Virtuell Theaterluft schnuppern – dafür bietet das MiR einen besonderen Stream von Georg Friedrich Händels beliebtester Oper „Giulio Cesare“. Neben Ausschnitten aus der Produktion bekommen die Zuschauer*innen auch Einblicke hinter die Kulissen geboten. Nach langem Lockdown steht hier der Theaterzauber im Vordergrund. Denn Theater ist nicht nur das, was vorne passiert, sondern auch die kollektive Leistung aller Beteiligten auf, hinter und unter der Bühne.

Eigentlich wollte Cäsar seinem Sieg im Bürgerkrieg um Rom nur noch die Krone aufsetzen und den Rivalen Pompeius endgültig aus dem Weg räumen. Doch statt in einem Urlaub mit politischer Nebenfunktion findet sich Cäsar plötzlich mitten in einem ganz neuen Machtkampf wieder: Cleopatra, die Königin Ägyptens, war gerade von ihrem Bruder und Mitregenten Ptolemaios vom Thron vertrieben worden. Im mächtigen Römer sieht sie die Chance auf den Sieg und weiß ihn geschickt zu umgarnen. Er beherrscht zwar die halbe Welt, doch in Ägypten kommt er als Kämpfer, Politiker und auch als Liebhaber an seine Grenzen. Ihm zur Seite steht ein in Vergessenheit geratener Schriftsteller, der nicht nur versucht, diese historische Episode aufs Papier zu bringen, sondern gleichzeitig auch der eigenen Geschichte Herr zu werden.

Ab 12. Juni, 19:30 Uhr Hin und zurück – eine Internetoper

Ein Ehedrama in zwölf Minuten – mit „Hin und zurück“ hat Paul Hindemith eine der kürzesten Opern aller Zeiten geschrieben. Der Clou daran: Ab der Mitte des Stückes läuft die Handlung – wie auch die Musik – rückwärts und endet am Ausgangspunkt. Die Handlung ist rasch erzählt: Ein Mann fängt den Brief eines Liebhabers an seine Ehefrau ab und ermordet diese kurzerhand. Aus Reue über die Tat bringt er sich anschließend selbst um. Plötzlich ertönt eine geheimnisvolle Stimme: die Zeit sei nichts im Angesicht der Ewigkeit, zwischen vorher und nachher bestehe kein Unterschied. Also wird das dramatische Geschehen zurückgespult und die Anfangsharmonie wiederhergestellt.

In den experimentierfreudigen 1920er Jahren entstanden, hat sich Hindemiths Opern-Sketch bis heute seine Frische bewahrt. Alltagstaugliche Texte und jazzige Einsprengsel unterstreichen die augenzwinkernd erzählte Story, die den traditionellen linearen Handlungsverlauf kurzerhand aushebelt.

18., 27. Juni und 2. Juli, 19:30 Uhr Einblicke in: Notre-Dame de Paris

Giuseppe Spotas neuer Tanzabend lehnt sich an Victor Hugos faszinierendes Roman-Panorama „Notre-Dame de Paris“ („Der Glöckner von Notre-Dame“) an. Im Zentrum steht die Figur der jungen Esmeralda. Der naive Soldat Phoebus, der von Zweifeln geplagte Geistliche Frollo und der körperlich benachteiligte Quasimodo projizieren ihre unerfüllten Sehnsüchte auf Esmeralda, die sie nicht nur um ihre Ungebundenheit beneiden, sondern auch um ihren Mut, sich über Grenzen hinwegzusetzen. Quasimodo repräsentiert jenes Anders-Sein, das zu akzeptieren unsere Gesellschaft heute erst ansatzweise imstande ist.

Giuseppe Spota und die Tänzer*innen der MiR Dance Company geben einen exklusiven Einblick in den Probenprozess und Interviews mit den Beteiligten vertiefen die Themen des Tanzstücks, von dem erstmals ein großer Ausschnitt zu sehen sein wird.

Die MiR-Terminübersicht

Fifty-Fifty – Wir sagen Tschüss, Unerhörtes aus Vol. 3 mir.ruhr/5050 21. Mai 19.00 Uhr

Avenue Q mir.ruhr/avenueq 23. Mai, 30. Mai und 6. Juni jeweils um 19.30 Uhr

Dokumentation: Meisterkurs des Opernstudio NRW mir.ruhr/meisterkurs ab 29. Mai 19:30 Uhr

Konzert: Meisterkurs des Opernstudio NRW mir.ruhr/meisterkurs ab 29. Mai 19:30 Uhr

Einblicke: Giulio Cesare mir.ruhr/cesare 04., 12. und 20. Juni jeweils um 19:30 Uhr

Hin und zurück mir.ruhr/hinzurueck ab 12. Juni um 19:30 Uhr

Notre-Dame de Paris mir.ruhr/notredame 18. und 27. Juni und 2. Juli jeweils 19.30 Uhr

MiR zwischen Frustration und Hoffnung

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