Die Sehnsucht nach Geisterspielen (wie hier gegen Augsburg) hält sich in Grenzen: Auch deshalb appelliert Schalke daran, sich impfen zu lassen. Foto: Neubaum

Neue Corona-Maßnahmen drohen: Schalke schaltet sich in Impf-Debatte ein

Angesichts der dramatisch gestiegenen Corona-Inzidenzzahlen schaltet sich auch der FC Schalke 04 in die nationale Impf-Debatte ein – mit einem klaren Appell.

Der Appell ist wichtig und dementsprechend gender-gerecht verfasst: „Liebe Schalkerinnen und Schalker“, so der FC Schalke 04 auf seinem offiziellen Twitter-Kanal: „Lasst euch bitte impfen – für euch, für alle!“

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Und natürlich ein bisschen auch im Schalker Interesse. Denn die Sorge vor neuen Corona-Maßnahmen, die in den Niederlanden mit Inzidenz-Zahlen über 500 seit dem Wochenende bereits zum Beispiel für einen Verbot des Besuchs von Sportveranstaltungen geführt haben, ist auch bei den Königsblauen groß. Zusammengefasst: Keine Zuschauer gleich keine Stimmung gleich keine Einnahmen. Eine Rückkehr zu den „Geisterspielen“ wünscht sich wahrscheinlich niemand.

Neue Maßnahmen drohen

In einem 2G-Szenario für Großveranstaltungen, so erklärt der Verein auf der Klub-Homepage, hätten nur noch vollständig Geimpfte und Genesene (nicht länger als sechs Monate nach Infektion) Zutritt – auch zu Fußballspielen. Ausgenommen davon sind Gruppen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen dürfen oder für die es keine allgemeine Impfempfehlung gibt (z.B. Kinder unter zwölf Jahren).

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Weiter erläutert Schalke: „Die Wahrscheinlichkeit, dass neue Zugangsbeschränkungen in absehbarer Zeit auch bei Heimspielen des S04 angewandt werden müssen, ist alles andere als gering. Eine Entscheidung in dieser Hinsicht durch die nordrhein-westfälische Landesregierung kann jederzeit erfolgen. Der FC Schalke 04 möchte seine Mitglieder und Fans deshalb frühzeitig dafür sensibilisieren und damit verbunden einen Appell aussenden: Bitte lasst euch impfen!“

Jeder Piks hilft


„Jeder Piks“, so heißt es im Schalker Appell, „bringt uns alten Gewohnheiten ein Stück näher. Noch sind die Impfquoten nach übereinstimmenden Aussagen der Wissenschaft nicht hoch genug, um alle Beschränkungen, die im Rahmen der Pandemie erlassen wurden, fallen zu lassen. Der FC Schalke 04 vertritt seit Tag eins öffentlich die Haltung, dass sich jeder, der kann, gegen Covid-19 impfen lassen sollte.“

In Deutschland hat die Inzidenz-Zahl die 300 mittlerweile überschritten. Mit dem Einschalten in die nationale Impf-Debatte wird Schalke auch seiner gesellschaftspolitischen Verantwortung gerecht: Der Verein hat ca. 160.000 Mitglieder und ist auch als Zweitligist einer der populärsten Klubs in Deutschland.

Norbert Neubaum
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