Sebastian Rudy (vorn) ist als Schalker Rechtsverteidiger eingeplant. -Foto: NBM

Neue Rolle für Schalkes Nationalspieler Sebastian Rudy

Dass der Kader des FC Schalke 04 „nicht ausbalanciert“ ist, hat Trainer David Wagner schon öfter angemerkt. Dieses Manko hat Konsequenzen.

Wagner ist dazu gezwungen, auf einigen Positionen zu improvisieren. Am größten ist die Not auf der rechten Verteidigerposition. Durch die Abgänge von Jonjoe Kenny und Daniel Caligiuri mangelt es dem Kader hier an Alternativen. Nimmt man es ganz genau, haben die Königsblauen keinen etatmäßigen Rechtsverteidiger in ihrem Kader. Der junge Timo Becker hat diese Position zwar schon einige Male gespielt, aber eigentlich ist der gebürtige Hertener gelernter Innenverteidiger, dem aber noch die Bundesligaerfahrung fehlt.

Deshalb hat sich Wagner nun für Sebastian Rudy als Rechtsverteidiger entschieden. Nach einem „offenen und ehrlichen Gespräch“ (O-Ton-Wagner) habe der Spieler sofort zugestimmt, die Rechtsverteidigerposition zu übernehmen.

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Neues Ruhr-Wort

Rudy fehlt dort nicht völlig die Erfahrung. Als er nach Hoffenheim ausgeliehen wurde, hat er dort einige Male gespielt. Aber wohler fühlt sich der Nationalspieler eigentlich im Mittelfeld. Hier hat Schalke jedoch ein Überangebot an Spielern.

Wer wird Kapitän?

Wagner ist überzeugt davon, dass Rudy sich in der neuen Rolle bewährt. „Aktuell ist er derjenige Spieler, der uns als Mannschaft auf dieser Position am meisten geben kann. Sebastian ist ein schlauer und sehr erfahrener Spieler“, lobte der Schalker Trainer den 30-Jährigen.

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In den Testspielen gegen Aris Saloniki (1:0) und den VfL Bochum (3:0) hat Rudy bereits auf der rechten Seite verteidigt. „Er hat es gut gemacht und auch schon im Training gezeigt, dass er das kann“, sagte Wagner, der nicht davon ausgeht, dass sich der Personalengpass auf der rechten Seite kurzfristig behoben wird.

Während diese Personalie erst einmal entschieden ist, wird die Kapitänsfrage und der Mannschaftsrat in den nächsten Tagen bestimmt. Wagner: „Das werde ich zunächst mit der Mannschaft besprechen“. Bastian Oczipka geht davon aus, dass sich im Schalker Führungskreis keine großen Veränderungen ergeben werden. In der vergangenen Saison trug Omar Mascarell als Nachfolger des abgesetzten Alexander Nübel die Binde, und Benjamin Stambouli war sein Stellvertreter.

Vorentscheidung bei den Torhütern

Zwei Plätze werden im Schalker Mannschaftsrat auf jeden Fall frei, weil Daniel Caligiuri (FC Augsburg) und Alexander Nübel (FC Bayern München) den Verein verlassen haben. Fünftes Mitglied war Guido Burgstaller. Amine Harit hat bereits angekündigt, dass er gern in den Mannschaftsrat aufrücken würde.

Eine Vorentscheidung ist in der Torhüterfrage gefallen. An Ralf Fährmann führt kein Weg vorbei, Markus Schubert wird sich gedulden müssen. Wagner will das zwar noch nicht bestätigen, aber seine Einschätzung der Lage bei den Torhütern lässt keine andere Interpretation zu. Wagner: „Ralle hat bislang eine sehr gute Vorbereitung gespielt. Schubi hatte ein bisschen Pech. Erst war er krank, dann konnte er wegen der Corona-Auflagen in zwei Testspielen nicht mitwirken“.

Heimrecht getauscht

So wird Fährmann am Sonntag (15.30 Uhr) im DFB-Pokal gegen Schweinfurt 05 das Schalker Tor hüten. Auf Antrag der Schweinfurter findet diese Partie in der Veltins-Arena statt. Ausschlaggebend für den Heimrechttausch sind die Corona-Auflagen, das Hygienekonzept und damit verbundene hohe Organisationsaufwand, die von unterklassigen Vereinen nur schwer hätten umgesetzt werden können.

300 Zuschauer dürfen dabei sein. Wie die Verteilung der Karten abläuft, gibt Schalke noch detailliert bekannt.

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