Das Bergmannsheil Buer hat einen neuen Chefarzt: Dr. Stephan Brauckmann leitet seit Dezember die Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin.
Dr. Stephan Brauckmann. Foto: Bergmannsheil Buer

Neuer Chefarzt am Bergmannsheil Buer

Das Bergmannsheil Buer hat einen neuen Chefarzt: Dr. Stephan Brauckmann leitet seit Dezember die Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin.

„Ich bin ein Kind des Ruhrgebiets und mit den Menschen der Region sehr vertraut“, sagt Dr. Stephan Brauckmann, der zuletzt als Leitender Oberarzt des Marien Hospitals Herne tätig war. Zu seinen Schwerpunkten gehören unter anderem die Kinderanästhesie, die Trauma-Versorgung und die intensivmedizinische Versorgung von Patienten mit akutem Lungenversagen. Mit seiner Familie lebt der Mediziner in Gladbeck.

Trauma-Versorgung hat überregionalen Ruf

„Die Klinik hat vor allem in der Trauma-Versorgung einen überregionalen Ruf“, erklärt der neue Chefarzt seine Motivation, zum Bergmannsheil Buer zu wechseln. „Die Ausstattung der Intensivstation und der OP-Abteilung ist beeindruckend, ebenso die hohe Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Medizin und Pflege.“ Klinik-Geschäftsführer Dr. André Schumann freut sich, „mit Dr. Brauckmann einen erfahrenen und fachlich breit aufgestellten Anästhesisten und Intensivmediziner für unser Haus gewinnen zu können. Er wird seine Expertise in die Weiterentwicklung der Abteilung einbringen“.

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Die Behandlung von schwererkrankten Covid-19-Patienten sei in den vergangenen zwei Jahren im Bergmannsheil Buer vor allem durch die besonderen medizinischen Strukturen möglich gewesen, so der Eindruck des neuen Chefarztes. „Wir haben hier am Haus eine starke Lungenfachabteilung. Viele Covid-19-Patienten mit Atemproblemen konnten bereits auf der Normalstation der Lungenspezialisten stabilisiert werden – je nach Bedarf sogar mit Sauerstoff-Highflow-Geräten. Das ist kein Standard“, erklärt Dr. Brauckmann. „Auf der Intensivstation kümmern wir uns dann um die sehr schweren Fälle, die etwa künstlich beatmet werden oder sogar an eine künstliche Lungenmaschine, die sogenannte ECMO, angeschlossen werden müssen.“

Hyperbarer Sauerstoff bei Long-Covid

Das Bergmannsheil Buer ist in Gelsenkirchen nach eigener Aussage die einzige Klinik, die zwei „künstliche Lungenmaschinen“ vorhält, und aktuell auch im Einsatz hat und daher Patienten mit akutem Lungenversagen aus anderen Krankenhäusern übernimmt. „Die ECMO-Therapie ist fachlich sehr anspruchsvoll und braucht zusätzlich zur speziellen strukturellen Ausstattung besonders gut ausgebildetes Personal“, sagt der neue Chefarzt.

Vorsichtig optimistisch zeigt sich der Mediziner bei der Behandlung von Long-Covid-Patienten mit hyperbarem Sauerstoff in der Druckkammer: „Es gibt erste Fallberichte, dass der medizinische Sauerstoff bei neurologischen Symptomen wie chronische Erschöpfung, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und Gedächtnisprobleme einen günstigen Einfluss auf die Erkrankung hat. Wir hoffen auf positive Studienergebnisse.“ Die Hyperbare Sauerstofftherapie habe bereits „bei chronischen Wunden, beim diabetischen Fußsyndrom, aber auch bei Weichteil-Infektionen mit Problembakterien nachweisliche Effekte“. Ziel der Therapie ist, den Zellstoffwechsel und die Durchblutung des Gewebes zu aktivieren. Die Druckkammer-Behandlung ist weltweit seit vielen Jahren in die klinische Therapie eingeführt und ein bewährtes Behandlungsverfahren. Die beiden Druckkammern wurden 2018 am Bergmannsheil Buer eröffnet.

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