Polizeiauto. Symbolfoto: Pixabay

Einen Telefon-Betrug durchschaute am Montagabend eine 67-jährige Gelsenkirchenerin. Das meldet die Polizei.

Die 67-Jährige wurde am Abend des 8. Februar angerufen. Eine sehr jung klingende Frau meldete sich. Sie gab vor, die Tochter der Angerufenen zu sein. Sie habe gerade einen Verkehrsunfall verursacht, bei dem ein Mensch gestorben sei. Die 67-Jährige wurde stutzig und hakte noch mal nach, wer da am Telefon sei und wo genau der Unfall passiert sei. Daraufhin gab die vermeintliche Tochter den Hörer an eine vermeintliche Polizistin weiter – ebenfalls eine Betrügerin. Diese, etwas älter klingende Frau erklärte der 67-Jährigen, dass ihre Tochter nun ins Gefängnis müsse. Aber die Seniorin blieb misstrauisch und fragte umgehend nach dem Namen der Polizistin und dem ihres Vorgesetzten. Daraufhin wurde die falsche Beamtin kurz laut und wütend, ehe sie das Gespräch abrupt beendete.

Geld soll vor Gefängnis bewahren

„Um Geld wurde die Gelsenkirchenerin nicht gebeten, aber das wäre vermutlich der nächste Schritt gewesen“, erklärt die Polizei Gelsenkirchen. „Denn so läuft diese Art des Trickbetrugs in der Regel ab: Den Opfern wird von falschen Polizisten vorgespielt, dass ein Familienmitglied Schuld sei an einem tödlichen Unfall.“ Nur durch die Übergabe eines Geldbetrags könne sie vor dem Gefängnis bewahrt werden kann.

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Laut Polizei hat die Gelsenkirchenerin alles richtig gemacht. „Sie ist misstrauisch geblieben, hat nachgefragt und den Betrügerinnen so den Nährboden für ihr Unterfangen entzogen“, erklärt die Ermittlungsbehörde.“ Die Polizei erklärt weiter. „Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf. Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten. Rufen Sie auch schon beim geringsten Zweifel die 110 an. Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung und übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.“

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