Das Leibniz-Gymnasium in Buer – Foto: Heselmann

Quarantäne für 7. Klassen am Leibniz-Gymnasium

Am Leibniz-Gymnasium ist ein Schüler der siebten Jahrgangsstufe positiv auf Corona getestet worden. Die gesamte Stufe steht nun unter Quarantäne.

Es ist der erste Conrona-Fall nach den Ferien an einer Gelsenkirchener Schule: In dieser Woche ist ein Schüler der siebten Jahrgangsstufe des Leibniz-Gymnasiums in Buer positiv auf Corona getestet worden. Laut Angaben der Stadt war der Schüler nach den Ferien lediglich am ersten Schultag in der Schule und befindet sich seitdem in Quarantäne.

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„Als Kontaktpersonen ist die Klasse des betroffenen Schülers vom Gesundheitsamt der Stadt für 14 Tage unter Quarantäne gestellt worden“, sagte ein Stadtsprecher. „Darüber hinaus ist als weitere Vorsichtsmaßnahme bis zunächst Dienstag auch über den unmittelbaren Klassenverband hinaus die gesamte Jahrgangsstufe 7 des Leibniz-Gymnasiums unter Quarantäne gestellt.“

Eltern und Kinder wurden am Freitagnachmittag informiert

Diese Maßnahme solle dazu diene,  zu Wochenbeginn im Gespräch mit den Kindern Art und Umfang der Kontakte der Schüler untereinander im Rahmen der Nachverfolgung aufzuklären. Die betroffenen Kinder sowie deren Eltern sind am Freitagnachmittag von der Schule über die eingeleiteten Maßnahmen informiert worden. Das Gesundheitsamt wird am Montag früh mit den betroffenen Familien Kontakt aufnehmen. Alle ermittelten Kontaktpersonen werden ebenfalls auf das Corona-Virus getestet. Der Schulbetrieb für alle anderen Schülerinnen und Schüler läuft in normalem Umfang weiter.

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„Quarantäne bedeutet unter anderem das Nichtverlassen der Wohnung. Besuche dürfen auf keinen Fall empfangen werden. Ein Nichteinhalten kann zu rechtlichen Konsequenzen führen“, teilte Leibniz-Schulleiter Michael Scharnowski den betroffenen Familien mit. Die Quarantäne gilt demnach nur für die Schülerinnen und Schüler der betroffenen Jahrgangsstufe. Weitere Haushalt lebende Personen gelten nur als Kontakt einer Kontaktperson und müssen deshalb keine häusliche Quarantäne einhalten. Dennoch sei dazu geraten, Sozialkontakte so weit wie möglich einzuschränken.

Entwicklung war zu erwarten

Am 11. August waren die Sommerferien zu Ende gegangen, und Schulen und Kitas haben nach Monaten erstmalig wieder einen annähernd „normalen“ Betrieb aufgenommen. Viele Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener sind zudem in diesen Tagen aus dem Sommerurlaub zurückgekehrt. „Damit beginnt nun die Phase, die der Krisenstab der Stadt sehr genau beobachten wird. Denn klar ist: All dies wird sich natürlich auch aufs Infektionsgeschehen auswirken“, hatte Karin Welge, Leiterin des Krisenstabes der Stadt, bereits zu Wochenbeginn erklärt.

Schon jetzt seien die Auswirkungen wie im ganzen Land so auch in Gelsenkirchen sichtbar. Mit derzeit 106 aktiven Infektionen ist erstmalig seit Monaten wieder ein dreistelliger Wert zu verzeichnen. Damit ist laut Stadt die Zahl der positiven Fälle innerhalb von zwei Tagen um 23 gestiegen. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen ist auf 23,4 gestiegen. Damit liegt sie aber immer noch weit unter dem kritischen Wert von 50, ab dem gegebenenfalls über weitere lokale Maßnahmen zu entscheiden wäre. „Alles in allem handelt es sich hierbei um eine Entwicklung, die zum Ausgang der Sommerferien so zu erwarten war“, erklärt Klaus Mika, Leiter des Gesundheitsamtes der Stadt. Dabei stelle sich die Lage in den Gelsenkirchener Krankenhäusern gegenwärtig ausgesprochen ruhig dar.

Update, 18. August 2020

Die Quarantäne für die Jahrgangsstufe 7 – mit Ausnahme der Klasse 7B –ist ab Mittwoch, 19. August, 2020  morgen aufgehoben. Der Unterricht erfolgt wieder nach Stundenplan. „Sowohl der erkrankte Schüler als auch die ganze Klasse 7B haben nach Befragung des Gesundheitsamtes bestätigt, dass es in den beiden Pausen am entsprechenden Mittwoch keine Kontakte zu anderen Klassen gab“, teilte das Leibniz-Gymnasium am Dienstag mit.

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