Corona Maske

Sind in der Schule und beim Busfahren Pflicht: Masken. –Symbolfoto: Orna Wachman auf Pixabay

Urlaubsrückkehr und Schulstart: Stadt beobachtet Infektionszahlen

Die Schule hat begonnen, viele Familien sind aus dem Urlaub zurückgekehrt. Jetzt will die Stadt die Corona-Infektionszahlen genau beobachten.

Am 11. August sind die Sommerferien zu Ende gegangen, und Schulen und Kitas nehmen nach Monaten erstmalig wieder einen annähernd „normalen“ Betrieb auf. Viele Gelsenkirchenerinnen und Gelsenkirchener sind zudem in diesen Tagen aus dem Sommerurlaub zurückgekehrt. „Damit beginnt nun die Phase, die der Krisenstab der Stadt sehr genau beobachten wird. Denn klar ist: All dies wird sich natürlich auch aufs Infektionsgeschehen auswirken“, sagt Karin Welge, Leiterin des Krisenstabes der Stadt.

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Schon jetzt seien die Auswirkungen wie im ganzen Land so auch in Gelsenkirchen sichtbar. Mit derzeit 106 aktiven Infektionen ist erstmalig seit Monaten wieder ein dreistelliger Wert zu verzeichnen. Damit ist laut Stadt die Zahl der positiven Fälle innerhalb von zwei Tagen um 23 gestiegen. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen ist auf 23,4 gestiegen. Damit liegt sie aber immer noch weit unter dem kritischen Wert von 50, ab dem gegebenenfalls über weitere lokale Maßnahmen zu entscheiden wäre.

Entwicklung war zu erwarten

„Alles in allem handelt es sich hierbei um eine Entwicklung, die zum Ausgang der Sommerferien so zu erwarten war“, erklärt Klaus Mika, Leiter des Gesundheitsamtes der Stadt. Dabei stelle sich die Lage in den Gelsenkirchener Krankenhäusern gegenwärtig ausgesprochen ruhig dar. Aktuell befinden sich sechs Corona-Patienten in stationärer Behandlung, davon wird einer beatmet. Beim lokalen Infektionsgeschehen beobachtet das Gesundheitsamt derzeit keine Cluster-Bildung. „In der Regel handelt es sich um mehrere Fälle in Familien und um Reiserückkehrer“, berichtet Klaus Mika. Derzeit befinden sich 583 Personen in Gelsenkirchen in Quarantäne.

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„Auch wenn die gegenwärtigen Zahlen noch keinen Grund geben unruhig zu sein, so zeigen sie doch vor allem, dass wir nicht nachlässig werden dürfen“, mahnt Krisenstabsleiterin Welge. Gerade jetzt sei es von immenser Bedeutung, dass Reiserückkehrer aus Risikogebieten ihrer Testpflicht nachkommen. Mindestens genauso wichtig sei es, dass die Abstands- und Hygieneregeln im Alltag weiter eingehalten werden, auch wenn das schöne Wetter dazu einlädt, Grünanalgen und Biergärten zu besuchen. Insbesondere bei Verstößen gegen die Testpflicht, aber auch gegen die Pflicht Masken zu tragen drohen teilweise erhebliche Bußgelder.

Test für Rückkehrer aus Risikogebieten verpflichtend

Für Reiserückkehrer aus Risikogebieten ist seit dem Wochenende ein Corona-Test verpflichtend. Sofern er nicht bereits im Urlaubsland vor Antritt der Rückreise oder – bei Flugreisen – in einem Testzentrum am Flughafen gemacht wurde, muss er von Reiserückkehrern beim Hausarzt oder einer anderen Vertragsarztpraxis der niedergelassenen Ärzte gemacht werden. Nach wie vor müssen sich die Reiserückkehrer sofort beim zuständigen Gesundheitsamt melden und sich sofort in die häusliche Selbstquarantäne begeben. Sobald das Testergebnis vorliegt entscheidet das Gesundheitsamt über das weitere Vorgehen.

Für Erzieherinnen und Erzieher in Kitas sowie dem Lehrpersonal an Schulen gibt es noch bis zu den Herbstferien die Möglichkeit, sich alle zwei Wochen kostenlos freiwillig auf das Corona-Virus testen zu lassen. Die Vorgaben der Landesregierung sehen vor, dass diese Tests regulär in den Vertragsarztpraxen der niedergelassenen Ärzte erfolgen. Darauf weisen die Bezirksstelle Gelsenkirchen der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) sowie das Gesundheitsamt der Stadt hin. Dabei soll wochenweise im Wechsel Kita- und Schulpersonal getestet werden: An geraden Kalenderwochen sind die Kita-Erzieherinnen und -Erzieher dran, an ungeraden die Lehrerinnen und Lehrer.

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