Sportvorstand Jochen Schneider kümmert sich auch intensiv um die Schalker Nachwuchsarbeit. – Foto: NBM

Schalke 04 holt großes Nachwuchstalent

Kürzlich gab es einen längeren Meinungsaustausch zwischen Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider und A-Jugendtrainer Norbert Elgert. Zentrales Thema: Wie kann es Schalke gelingen, dass hohe Niveau der eigenen Nachwuchsarbeit noch zu erhöhen?

Nach Informationen dieser Zeitung machte Elgert deutlich, dass es ohne leistungsstarke Neuzugänge nicht gehen würde. Zu groß sei mittlerweile der Konkurrenzkampf der Bundesligisten, wo mit harten Bandagen um jedes Talent gekämpft werde. Auch Schalke müsse ungeachtet der schwierigen Finanzverhältnisse investieren. Schneider verstand die Botschaft, eine erste Umsetzung ist jetzt in trockenen Tüchern.

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Neues Ruhr-Wort

Linksverteidiger-Talent Kerim Calhanoglu bestätigte auf Instagram, dass er zu den Königsblauen wechseln wird. Der 17 Jahre alte Cousin von Milan-Star Hakan Calhanoglu spielte bisher in der U19-Bundesliga für die TSG Hoffenheim.

„Ich freue mich sehr auf mein neuen Verein S04“, schrieb Calhanoglu. „Ich bedanke mich herzlich bei meiner Familie und meiner Agentur für die Unterstützung. Danke auch an die TSG Hoffenheim und TSG Akademie für tolle gemeinsame Jahre.“

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Vierjahresvertrag für Calhanoglu

Auf Schalke wird er einen Vierjahresvertrag unterschreiben. Für die Kraichgauer ist dieser Wechsel ein schwerer Schlag, denn nach Amadou Onana (18, zum Hamburger SV) und Armindo Sieb (17, zum FC Bayern) wird der Hoffenheimer Nachwuchs mit Calhanoglu das nächste Toptalent verlieren.

Eine wichtige Personalie im Nachwuchsbereich hat Schalke indessen immer noch nicht geklärt. Nach dem Wechsel von Frank Fahrenhorst zum VfB Stuttgart ist die Position des U17-Trainers weiter vakant. Ein Kandidat könnte der frühere Schalke-Profi Tomasz Waldoch sein, der schon einige Jahre in der Knappenschmiede arbeitet.

Wann und in welcher Form die Schalker Mitgliederversammlung stattfinden wird, ist wegen der Corona-Krise auch noch offen. Die Idee einer digitalen Veranstaltung lässt sich wohl nicht realisieren, weil Schalke ein zu großer Verein ist. Von den rund 160.000 Mitgliedern wären 130.000 stimmberechtigt. Das ist organisatorisch nicht zu stemmen.

Frank Leszinski
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