Klaas-Jan Huntelaar (hier 2017 gegen Leipzig): Wadenprobleme des Schalker Stürmers sind laut Trainer Christian Gross diffizil – Einsatz am Samstag fraglich. Foto: Rabas

Schalke: Huntelaars Einsatz auch am Samstag fraglich

Schalkes Fans warten sehnsüchtig auf Einsätze und Tore von Klaas-Jan Huntelaar. Doch noch ist der Rückkehrer ein Torjäger im Wartestand – möglicherweise bleibt das auch am Samstag so, wenn Schalke gegen RB Leipzig spielt (Anstoß: 15.30 Uhr).

Kurz nach der Verpflichtung von Klaas-Jan Huntelaar frohlockte Schalkes Trainer Christian Gross: „Jetzt haben wir einen Vollstrecker!“ Einen, den Schalke trotz des zwischenzeitlichen Laufs von Matthew Hoppe nach wie vor dringend benötigt – das zeigte sich zuletzt am vergangenen Mittwoch beim DFB-Pokal-Achtelfinale in Wolfsburg, wo Schalke mindestens drei Großchancen vergab und am Ende auch aufgrund einer seltsamen Elfmeter-Entscheidung mit 0:1 verlor.

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Probleme sind “diffizil”

Seiner gewünschten Rolle als „Vollstrecker“ konnte Klaas-Jan Huntelaar bislang allerdings noch nicht nachkommen. In vier möglichen Spielen (gegen Köln, die Bayern, in Bremen und in Wolfsburg) kam er erst einmal zum Einsatz – zehn Minuten vor Schluss wurde er in Bremen eingewechselt. Und ob es im fünften Spiel, am Samstag gegen RB Leipzig, etwas mit einem Einsatz wird, ist zumindest fraglich.

Denn das Vokabular, mit dem Schalkes Trainer Christian Gross die Personalie Huntelaar begleitet, hat sich ein wenig verändert. Am Dienstag hatte der Schweizer die wahrscheinliche Nicht-Nominierung Huntelaars für das Pokalspiel in Wolfsburg damit begründet, dass der 37-Jährige keinem Risiko unterworfen werden solle. Ein Startelf-Einsatz gegen Leipzig, so Gross, sei allerdings durchaus im Bereich des Möglichen. Schließlich seien Huntelaars Wadenprobleme nicht dramatisch.

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Entwicklung abwarten

Als Gross nun über das Spiel gegen Leipzig sprach, nannte er die Wadenprobleme Huntelaars „diffizil“. Man müsse die Entwicklung bis Samstag abwarten – nach Startformation klang das alles nicht. „Ich hoffe“, so Gross, „dass er es wenigstens auf die Bank schafft.“

Huntelaar wird also möglicherweise weiter in Watte gepackt – auch er selbst will offenbar nichts überstürzen, schließlich habe er in seiner Zeit bei Ajax Amsterdam, so Huntelaar, damit einmal schlechte Erfahrungen gemacht. Huntelaar hatte schon bei seinem letzten möglichen Einsatz für Ajax Amsterdam kurz vor dem Wechsel nach Schalke wegen Wadenproblemen passen müssen – und das im Klassiker gegen Feyenoord Rotterdam.

„Wir brauchen Zählbares“

Im Schalker Sturm wird es zunächst also wieder Matthew Hoppe richten müssen. Dabei sehnen viele Schalker Fans einen „richtigen“ Einsatz von Huntelaar herbei. Mittlerweile mehren sich allerdings die Zweifel, ob ein angeschlagener „Hunter“ Schalke im Abstiegskampf noch richtig wird helfen können. Auch Trainer Gross weiß, dass die Königsblauen auf Vollstrecker-Qualitäten wie die von Huntelaar angewiesen sind: „Wir brauchen Zählbares!“

Norbert Neubaum
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