Stochern im Nebel: Beim Spiel Heidenheim gegen Schalke war es schwer, den Durchblick zu behalten. Foto: Leszinski

Schalke stochert im Nebel von Heidenheim – und verliert mit 0:1

Nach vier Zu-Null-Siegen in Folge hat es den FC Schalke 04 in der Zweiten Bundesliga erwischt: Beim 1. FC Heidenheim verloren die Königsblauen im Nebel auf der Ostalb durch ein Tor von Oliver Hüsing in der 89. Minute mit 0:1.

Bei Schalke feierte Kapitän Danny Latza sein Startelf-Comeback nach seiner schweren Verletzung, die er sich gleich im ersten Saisonspiel gegen den HSV zugezogen hatte. Am Ball war im Gegensatz zum Pokalspiel bei 1860 München wieder die „erste Elf“ – bis auf den noch verletzten Dominick Drexler.

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Beide Mannschaften gingen mit Negativ-Erlebnissen ins Spiel: Heidenheim hatte drei Liga-Niederlage am Stück zu verkraften, Schalke musste mit der Kritik nach dem Pokal-Aus bei den drittklassigen „Löwen“ leben – dementsprechend schien das Motto beider Teams auch zu sein: Sicherheit zuerst. Bloß nichts anbrennen lassen – und es brannte tatsächlich nichts an.

Neben konzentriert agierenden Defensivreihen hatten es die Offensivspieler auch durch die eingeschränkten Sichtverhältnisse schwer, den Durchblick zu behalten: In der mit 10.000 ausverkauften Voith-Arena war ein ziemliches Stochern im Nebel angesagt, der auf der Ostalb Einzug gehalten hatte.

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In einem intensiven Spiel blieben Höhepunkte also rar. Als das Spiel so dahin dämmerte, schreckte Heidenheims Tobias Mohr die Zuschauer und die Schalker Abwehr mit einem fulminanten Lattenkracher auf (17.). Der Ex-Schalker Leipertz hatte danach ebenfalls eine gute Chance, während Schalke durch zwei Kopfball von Palsson und einen Schuss von Zalazar torgefährlich wurde. Richtig zwingend war das aus Sicht der Mannschaft von S04-Trainer Dimitrios Grammozis aber alles nicht.

Nach dem folgerichtigen Halbzeitstand von 0:0 kamen die Gastgeber besser aus den Startlöchern. S04-Torhüter Martin Fraisl musste kurz nach dem Seitenwechsel gegen Tim Kleindienst, Tobias Mohr und Denis Thomalla gleich dreimal eingreifen. Schalkes Offensivspiel krankte dagegen an einem Mangel an Präzision im Zuspiel und an einigen technischen Unzulänglichkeiten.

Viel los im Heidenheimer Strafraum war jedenfalls nicht – bis dann doch noch Rekord-Jäger Simon Terodde in Erscheinung trat. Aber ein Schuss in der 71. Minute wurde abgeblockt, ein Kopfball nach Zalazar-Flanke ging vorbei (74.). Vorher hatte sich Vicor Palsson in einen gefährlichen Schuss von Tobias Mohr geworfen und Schalke damit die Null gerettet.

Vorerst zumindest – denn die stand genau bis zur 89. Minute: Als die Partie im Nebel zu versinken drohte und ein 0:0 das logische Ergebnis schien, schlug Oliver Hüsing nach einem Freistoß zu – per Kopf traf er zum Heidenheimer 1:0. Kurz danach war Schluss: Schalkes zweite Niederlage in einer Woche, die erste in der Liga nach vier Zu-Null-Siegen in Folge. Und gar nicht mal unverdient: Denn nach vorne tat Schalke einfach zu wenig – Nebel hin oder her.

Frank Leszinski/Norbert Neubaum
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