Ralf Fährmann im Schalker Tor

Torwart Ralf Fährmann läuft das Pech hinterher. Foto: Karsten Rabas

Schalke-Torwart Ralf Fährmann im Pech, Fredrik Rönnow sammelt Pluspunkte

Das Torwart-Karussell drehte sich beim FC Schalke 04 in der vergangenen Saison sehr schnell. Jetzt steht die nächste Wachablösung bevor.

Erst Alexander Nübel, dann Markus Schubert, dann wieder Nübel – es war ein munteres Wechselspiel im Tor der Königsblauen, das keinem der Protagonisten gut tat. Schalke schien phasenweise selbst nicht mehr zu wissen, wie man in der Torhüterfrage verfahren soll.

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Die Rückkehr von Ralf Fährmann war zwar längst beschlossene Sache, aber absolutes Vertrauen hatte man in die Fähigkeiten des gebürtigen Chemnitzers offenbar nicht. Denn schnell sickerte durch, dass sich die Königsblauen intensiv um Freiburgs Schlussmann Alexander Schwolow bemühten.

Mehrere Dämpfer

Doch angesichts leerer Schalker Kassen zog es Schwolow dann vor, zur Hertha nach Berlin zu wechseln. Fährmann schien damit am Ziel, als Nummer eins in die Saison zu gehen und nach einem verlorenen Jahr mit den Ausleihen zu Norwich City und Brann Bergen wieder in den normalen Wettkampfrhythmus zu kommen.

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Doch kaum hat die neue Saison begonnen, haben seine Ambitionen gleich mehrere Dämpfer erhalten. Dass Schalke den Frankfurter Frederik Rönnow kurz vor der Schließung des Transferfensters auslieh und Markus Schubert dafür an die Hessen abgab, machte deutlich, dass Fährmann keineswegs die unumstrittene Nummer eins für die sportliche Leitung ist.

Trapp gut vertreten

In den ersten zweieinhalb Partien, die Fährmann bis zu seiner Adduktorenverletzung für Schalke absolvierte, enttäuschte er zwar nicht, doch herausragende Aktionen sind von dem 32-Jährigen auch nicht in Erinnerung.

Nun bringt die Zwangspause Fährmann weiter ins Hintertreffen. Er muss auf unbestimmte Zeit tatenlos zusehen, wie sich Rönnow profilieren kann. Schon nach seiner Einwechslung in Leipzig machte der Finne einen guten Eindruck und sorgte mit starken Paraden dafür, dass Schalke nicht noch höher unterging.

 

Schubert hat viel gelernt

Aktuell hat Rönnow alle Vorteile auf seiner Seite. Der dänische Nationalspieler wies seine Bundesligatauglichkeit vergangene Saison eindrucksvoll nach, als er den über weite Strecken der Hinrunde verletzten Kevin Trapp, Frankfurts Nummer eins, vertrat.

Und Markus Schubert? Der 22-Jährige sieht sich nach seinem ersten Schalke-Jahr nicht als gescheitert. „So dumm es klingt, aber ich bin eher glücklich, dass es auch für mich so gelaufen ist, wie es gelaufen ist. Die Zeit auf Schalke hat mir brutal geholfen und mir mehr gebracht als geschadet,“ so der junge Schlussmann.

Die Fehler, die ihm unterliefen, führt er auf den Druck zurück, den er sich gemacht habe. „Die ersten Spiele liefen top, da meckerte niemand, und ich war zufrieden. In meinen letzten drei Spielen nach dem Re-Start machte ich mir aber zu viel Druck“, blickte der Keeper zurück.

Doch mit Einsätzen in Frankfurt darf Schubert zumindest kurzfristig nicht rechnen, weil Trapp die Nummer eins ist. Die Torhüter-Hierarchie auf Schalke scheint vorerst auch geklärt: Rönnow ist die Nummer eins.

Frank Leszinski
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