Schalke verliert, Köln rettet sich in die Relegation

[vc_row][vc_column][us_image image=“1354″ size=“us_1600_900_crop“][vc_column_text css=“%7B%22default%22%3A%7B%22padding-top%22%3A%2210px%22%7D%7D“]Ganz starke Leistung in Köln: Aber auch Ralf Fährmann konnte in seinem 200. Bundesliga-Spiel für Schalke die Niederlage der Königsblauen nicht verhindern. Foto: Rabas (Archiv)[/vc_column_text][us_post_title tag=“h1″ css=“%7B%22default%22%3A%7B%22font-family%22%3A%22h1%22%2C%22margin-bottom%22%3A%220%22%2C%22padding-top%22%3A%221rem%22%7D%7D“][vc_column_text]

Mit einer 0:1-Niederlage beim 1. FC Köln verabschiedet sich der FC Schalke 04 für zumindest eine Saison aus der Ersten Fußball-Bundesliga. Arminia Bielefeld hat sich gerettet, Werder Bremen steigt ab – und der FC hat es durch den Sieg gegen Schalke immerhin in die Relegation geschafft. Schalke ist schlechtester Absteiger seit Einführung der Drei-Punkte-Regel.

Für eine Überraschung hatte Schalkes Trainer Dimitrios Grammozis schon vor dem Spiel gesorgt: Mark Uth stand gar nicht im Kader – obwohl Schalke durch die Blessur von Klaas-Jan Huntelaar ja jede prominente Offensivkraft gut hätte gebrauchen können.

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Total ehrliches Gespräch: Mark Uth nicht im Kader

Nach einem „total ehrlichen“ Gespräch, so Grammozis, habe er sich für die Nicht-Nominierung Uths entschieden. Der Schalker Profi hat nicht nur eine Kölner Vergangenheit, sondern möglicherweise auch eine Zukunft – er wird für die kommende Saison mit dem FC in Verbindung gebracht. Dass er persönlich Köln hätte in die Zweite Liga schießen können, wollte oder konnte er mit seinem Gewissen offenbar nicht vereinbaren.

Wie auch immer: Köln, vor dem Spiel an der Zufahrt zum Stadion von zahlreichen FC-Fans mit Feuerwerk und lauten Sprechchören begrüßt (Trainer Friedhelm Funkel: „Das hat uns den letzten Ansporn gegeben. So etwas vergisst man nicht“) tat sich lange schwer gegen Schalke – die Könisblauen wollten immerhin den letzten Negativ-Rekord dieser Saison nicht brechen. Nämlich schlechtester Absteiger seit Einführung der Drei-Punkte-Regel zu werden (SC Freiburg mit 18 Punken in der Saison 2004/05). Schalke ging mit 16 Zählern in den letzten Spieltag, hätte also genau wie Köln einen Sieg gebraucht.

Zweite Halbzeit wird für Köln zum Nervenkrieg

Die Kölner waren darüber hinaus noch abhängig von dem, was auf den Plätzen passierte, wo ihre Konkurrenten Werder Bremen und Arminia Bielefeld spielten. Während die Ereignisse zumindest in Bremen durchaus im Kölner Sinne liefen, suchte der FC verzweifelt ein Loch in der Schalker Abwehr. Die besten Chancen hatten noch Benno Schmitz, der in der 23. Minute an Schalkes Torhüter und Kapitän Ralf Fährmann scheiterte, sowie  Ondrej Duda und Florian Kainz, denen drei Minuten später die Beine von Salif Sané und erneut Ralf Fährmann im Weg waren.

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Schalke war nur einmal gefährlich durch Matthew Hoppe (31.), der mit Goncalo Paciencia das Schalker Sturmduo bildete – Paciencia in in seinem letzten Spiel für Schalke – Hoppe hatte schon bei der Tiefpunkt-Niederlage gegen Köln im Hinspiel (1:2) den Schalker Treffer erzielt.

Tor durch Andersson wieder aberkannt

Die zweite Halbzeit wurde zum Nervenkrieg – für Köln. Es fehlte ein Tor, um die Relegation – um die ging es am Ende nur noch – zu erreichen und den Abstieg zu verhindern. Aber Schalke wehrte sich, haute alles rein – und das Kölner Nervenkostüm wurde immer angekratzter, egal ob auf dem Rasen, auf der Bank oder vor dem Stadion, wo Fans ihren FC anfeuerten.

In der 70. Minute schienen die Gastgeber dann am Ziel zu sein: Nach einem Freistoß von Jonas Hector, der immer länger wurde, drückte Sebastian Andersson den Ball über die Schalker Torlinie. 1:0! 1:0? Von wegen. Die Szene wurde ausgerechnet erst im „Kölner Keller“ und dann von Schiedsrichter Daniel Siebert persönlich überprüft. Er entschied auf ein während des Freistoßes begangenes Foul von Salih Özcan an Salif Sané. Kein Tor. Weiter 0:0. Ganz Köln war außer sich.

Plötzlich hatte Schalke ganz viele Fans in Bremen

Und zitterte sich weiter Richtung Zweite Liga: Fährmann verhinderte gegen Hector in der 75. Minute erneut die Kölner Führung. Köln, jetzt auch mit dem Ex-Schalker Max Meyer, lief die Zeit davon. Und Schalke hatte in Bremen plötzlich ganz, ganz viele Fans. Bis zur 86. Minute…

Dann fiel es nämlich doch, das 1:0 für Köln, und diesmal zählte es auch. Nachdem der überragende Fährmann noch einmal parieren konnte, diesmal gegen Andersson, traf Sebastian Bornauw per Kopf zur insgesamt auch verdienten Führung für die Mannschaft vom Keller-Experten Friedhelm Funkel.

Bornauw trifft in der 86. Minute

Dabei blieb es, obwohl Schalke  nun nochmal versuchte, alles nach vorn zu werfen – sogar Fährmann stürmte mit. Ergebnis  nach 95 Minuten und 34 Spieltagen: Bremen steigt ab, Köln rettet sich in die Relegation – und Schalke, in dieser Saison damit erstmals ohne einen einzigen Auswärtssieg, hat den letzten Negativ-Rekord auch noch gebrochen: Die Königsblauen sind nun der schlechteste Absteiger seit Einführung der Drei-Punkte-Regel.

Auf Wiedersehen in der Zweiten Liga.

Norbert Neubaum

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