Schalker Blitzstarter schocken Hertha – Fährmann verletzt

Moritz Jenz (hier im Spiel gegen Köln) stand nach seiner Verletzung gegen Hertha BSC wieder in der Schalker Startelf. Foto: Rabas

Schalke gewinnt das Kellerduell gegen Hertha BSC mit 5:2 (2:1) und reicht die Rote Laterne an die Berliner weiter. Sorgen gibt es um den verletzten Ralf Fährmann.

21 Tore hatte Schalke in den 27 Bundesliga-Spielen davor erzielt – nun gab es gleich fünf Schalker Treffer in einem Spiel. Mit 5:2 zerlegten die Königsblauen den Keller-Konkurrenten Hertha BSC vor knapp 62.000 Zuschauern in der Veltins-Arena und stehen zumindest bis zum Samstagnachmittag auf dem Relegationsplatz. Hertha ist nun Tabellenletzter.

Tim Skarke, Marius Bülter (2), Simon Terodde und Marcin Kaminski per Freistoß erzielten die Tore für die Königsblauen, denen in beiden Spielhälften ein Blitzstart gelang: Die Führung durch Skarke fiel bereits in der dritten Minute, das ebenfalls ganz wichtige 3:1 erzielte Simon Terodde drei Minuten nach dem Seitenwechsel.

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Reis krempelte Startelf um

Das 3:1 war deshalb so wichtig, weil die Berliner durch ein Tor von Jovetic in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit plötzlich wieder Morgenluft gewittert hatten. Als das 2:1 fiel, stand Ralf Fährmann schon nicht mehr im Schalker Tor. Der Keeper musste in der 35. Minute verletzt ausgewechselt werden, für ihm kam Alexander Schwolow. Den hat Schalke übrigens ausgeliehen – von Hertha BSC…

Yoshida fehlte wegen eines Muskelfaserrisses

Schalkes Trainer Thomas Reis hatte seine Startelf nach dem 0:2 bei der TSG Hoffenheim ordentlich umgekrempelt: Moritz Jenz, Simon Terodde, Danny Latza, Dominick Drexler und völlig überraschend auch Marcin Kaminski kamen neu ins Team – Kaminski für Abwehrchef Maya Yoshida, der wegen eines Muskelfaserrisses erstmals überhaupt in seiner Schalker Zeit passen musste. Auch Dauerbrenner Tom Krauß saß zunächst nur auf der Bank.

Die Sorge um Fährmann war der einzige Stimmungsdämpfer an einem großen Fußballabend in der Arena. Auch Schiedsrichter Dr. Felix Brych schien das alles zu gefallen: Er ließ acht Minuten nachspielen. Allerdings gab es in der turbulenten Partie auch reichlich Gründe dafür.

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Norbert Neubaum