Alexander Nübel steht nach Meinung von S04-Sportvorstand Jochen Schneider vor einer großen Karriere – nicht nur bei den Bayern. Foto: NBM

Schneider glaubt an große Karriere von Nübel

Schalkes Sportvorstand glaubt an eine große Karriere des Torhüters – nicht nur bei den Bayern.

Angesichts der Fülle an Themen ging dieser Satz bei der großen Schalker Perspektiv-Pressekonferenz am Mittwoch beinahe unter. Immerhin zeugt er aber davon, dass es zwischen dem FC Schalke 04 und Alexander Nübel (23) am Ende dann doch noch einen versöhnlichen Abschied gegeben hat.

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Öffentliches Lob

S04-Sportvorstand Jochen Schneider nutzte die Gelegenheit, das öffentlich zu machen, als bei der sportlichen Analyse die Rede auf die Schalker Torhüter-Problematik in der vergangenen Rückrunde kam: „Ich reihe mich nicht bei denjenigen ein, die sagen, Alex habe die falsche Entscheidung getroffen. Ich traue Alexander Nübel eine große Karriere zu. Nicht nur bei den Bayern, sondern auch in der Nationalmannschaft!“

Versöhnliche Töne. Schließlich hatte es nach Nübels bekannt gewordenem Wechsel zu den Bayern – noch dazu ablösefrei, weil sein Vertrag auf Schalke auslief – allerlei Misstöne gegeben. Schalke reagierte zunächst sehr verschnupft auf Nübels Entscheidung, die sich dann indirekt auch sportlich auswirkte.

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Wechselspiel im Tor

Nübel wirkte verunsichert, wurde auch von eigenen Fans ausgepfiffen – Trainer Wagner nahm ihn schließlich vor dem Pokalspiel gegen die Bayern aus dem Tor. Allerdings patzte später auch Nübels Vertreter Markus Schubert, so dass Wagner sich wieder für Nübel entschied. Die Pleiten-Serie konnte dann allerdings auch der künftige Bayern-Akteur nicht mehr verhindern.

Weil früh absehbar war, dass Nübel sich bei den Bayern möglicherweise etwas länger mit einem Platz auf der Ersatzbank begnügen muss – Manuel Neuer hat seinen Vertrag beim Rekordmeister nach Nübels Wechsel bis 2023 verlängert – ging nicht nur auf Schalke, sondern im Prinzip in ganz Fußball-Deutschland die Diskussion los, ob sich Nübel da möglicherweise verzockt hätte. Der Torhüter musste sich viel Kritik und Häme gefallen lassen – während er weitestgehend schwieg, sprang ihm mehrmals öffentlich sein Berater Stefan Backs zur Seite.

Kein einfaches halbes Jahr

Dazu kam, dass auch in Nübels neuem Verein von den Protagonisten stets betont wurde, dass Neuer die klare Nummer eins sei und im Normalfall auch bleiben werde. Nübel hatte – wie Schalke auch – zumindest mental also kein einfaches halbes Jahr. Vielleicht muntern ihn die Worte von Jochen Schneider, der Nübel das direkt nach Saisonende auch unter vier Augen so mitgeteilt hat, ja auf.

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